Fitbit Alta


Ohne Zweifel gehört Fitbit mit seiner Produktpalette zu den renommiertesten Herstellern von Fitness Trackern. Aber ein altes Leid, die oft etwas zu simple Aufmachung, plagt viele dieser Angebote. Für visuellen Hochgenuss soll sich seit 2016 das Fitbit Alta zuständig zeigen. Der Hersteller gießt Einsteiger-Technik in eine optisch ansprechende Erscheinung und wertet per Firmware ein paar Features auf. Genügt diese Eigenschaften im Tracker Test, um die Investition von immerhin grob 120 Euro zu rechtfertigen?

 

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Fitbit Alta im Test

Fitbit Alta
259 Bewertungen
Fitbit Alta
  • Batterieverordnung: Batterieverordnung Sie sind gesetzlich verpflichtet, Batterien zurückzugeben. Sie können diese nach Gebrauch in einer unserer Filialen oder in einer kommunalen Sammelstelle vor Ort zurückgeben. Hinweis nach BattV Batterien und Akkus gehören nicht in den Hausmüll. Verbraucher sind gesetztlich verpflichtet, gebrauchte Batterien zurückzugeben.
  • Elektroschrott: Elektro- und Elektronikgeräte gehören nicht in den Hausmüll. Hierfür stehen Ihnen städtische und kommunale Sammelstellen zur Verfügung. Die Sammlung der Elektro- und Elektronikgeräte ermöglicht das Recycling von Wertstoffen, die Wiederverwendung und die ordnungsgemäße sowie gefahrenlose Entsorgung.
  • Teile tierischen Ursprungs: Nein

Design und Handhabung

Dieser Fitness-Tracker ist ein echter Hingucker. Er verfügt über ein farbiges OLED-Display und das längliche Gehäuse überzeugt durch eine hochwertige Optik. Zwar sind die Armbänder erneut aus Silikon in der Standardvariante gefertigt, aber der komplette Designansatz fällt deutlich kleidsamer als bei vieler seiner Kollegen aus. Wer nach einem stilechten Gerät Ausschau hält, das weder plump noch übertrieben verspielt wie Handgelenkschmuck erscheint, hat mit dem Alta gewiss einen interessanten Kandidaten zur Auswahl. Im Tracker Test fällt auch die Haptik äußerst komfortabel aus. Der Verschluss des in den Größen S, L sowie XL verfügbaren Geräts sitzt bombenfest und funktioniert über zwei einfache Steckknöpfe. Gleichzeitig verfügt es über einen simplen Lösemechanismus für die seitlichen Stränge. Die austauschbaren Armbänder ermöglichen zudem die Auswahl unterschiedlicher Farben. Allerdings ist dieser Weg zu mehr Individualität mit mindestens 20 Euro für den Ersatz relativ kostspielig. Besonders exquisite Varianten aus Metall oder Leder machen das Gerät selbst in gehobenen Kreisen gesellschaftsfähig.

Vielfalt ist ohne Zweifel eine der Stärken dieses Fitnes-Trackers, sofern die finanziellen Rücklagen derartige Zukäufe genehmigen. An dem Touch-Bildschirm selbst befinden sich keinerlei physikalischen Bedienungselemente. Dieser schaltet sich nach einiger Zeit ab, wird aber durch eine einfache Handbewegung oder Antippen des Bandes aufgeweckt. Räumlich ist genug Platz für die Angabe von Details vorhanden, allerdings bleicht die Darstellung unter schwierigen Lichtverhältnissen ein – die Leserlichkeit ist bei Sonnenschein nicht optimal. Eine kleine Schutzfolie zur Abdeckung des kratzanfälligen Bildschirmes sei Käufern zudem noch an das Herz gelegt.

Sehr gut: Das Durchhaltevermögen des Fitness-Trackers beläuft sich im Betrieb auf etwa eine Woche. Damit gewährt der Tracker auch auf längeren Wochenendausflügen noch akzeptable Reserven für unterwegs, bis die nächste Gelegenheit zum Laden in Reichweite gelangt. Allerdings muss hierfür der Anwender stets das Spezialladekabel des Trackers mitführen. Normale USB-Kabel funktionieren im Tracker Test nicht.

Standardausstattung mit erweiterter Tracking-Automatik

Um manuelle Zuordnung ausgeführter Aktivitäten müssen sich Nutzer in der Regel wenig kümmern. Der Fitness Tracker erkennt nach 15 Minuten körperlicher Tätigkeit das Muster der zugrunde liegenden Aktivität recht zuverlässig und automatisch. Darunter fallen Arten wie Fahrradfahren, Aerobic, diverse Ballsportarten und Übungen am Crosstrainer. Ebenfalls gelingt die Umstellung zwischen Sportmessung und Schlafmodus schnörkellos ohne eigenes Zutun. Allgemein erweist sich das Gerät als sehr unkomplizierter Geselle, was vor allem Anfängern zu Gute kommt. Anwender streifen einfach das Armband über und genießen nach der Registrierung alsbald die ersten Statistiken.

Der kleine Nachtwächter übt nach einem Update der Firmware seine Pflichten sogar noch gewissenhafter aus. Bisher wertet er die Qualität der nächtlichen Ruhe nur aus und beurteilt diese anhand von Bewegung in drei Kategorien: Tiefschlaf, Unruhe und Unterbrechungen. Nun steht nicht nur die reine Schlafzeit in der Statistik, sondern der Abgleich mit anderen Nutzern wird mit einbezogen. Vor allem aber berücksichtigt der Fitness-Tracker auch hierbei gleich individuelle Gewohnheiten mit. Dies geschieht im Rahmen eines anonymen Verfahrens. Als nächster, logischer Schritt lassen sich auch Schlafdauer und Bettzeiten in die Liste der persönlichen Ziele einordnen.

Damit honoriert das Wearable gesunde Lebensweisen abseits von reiner Körperbewegung – der eigenen Fitness wird diese Zusatzfunktion gewiss gut bekommen. Dafür sorgt auch der neue Inaktivitätsalarm per Vibration, der sich von nun erst nach 250 Schritten pro Stunde wieder zähmen lässt. Eine Stoppuhr oder normale Weckfunktion entfallen jedoch.

Hervorragende App tröstet über Schwächen Hinweg

Die permanente Anbindung ans Smartphone bringt einige Vorteile neben der regelmäßigen Synchronisierung der Datenbestände. Auch dieser Fitness Tracker profitiert von Smart-Notifications in Form von Kalendernachrichten, Texten und Anrufhinweisen. Allerdings rauschen Worte rasch über das Display und verabschieden sich dann auf Nimmerwiedersehen. Fitbits Lösung hinterlässt also einen etwas unglücklichen Eindruck und Nachrichten entgleiten daher dem Anwender in unaufmerksamen Momenten.

Allgemein gibt es hier eine klare Schnittmenge in der Ausstattung mit dem Fitbit Charge HR, allerdings fehlt noch der dort verbaute optische Pulssensor. Das wirkt sich natürlich auch auf die Qualität einiger Messungen aus. So werden Verbrauchswerte für Kilokalorien weiterhin anhand der persönlichen Daten und Schritte geschätzt. Immerhin: GPS-Funktion ist im Zusammenspiel mit dem Smartphone möglich und kann Strecken und Bewegungsdetails exakter aufschlüsseln.

Einer der Hauptgründe, die trotz hohem Preis für Fitbit sprechen, ist die ausgewachsene Community. Die zugehörige App macht der Hersteller gleich für alle gängigen Plattformen (iOS, Windowsphone, Android) und PC-Betriebssysteme per Web-Plattform zugänglich. Während die App selbst durch kluge Präsentation Datenbestände für das Auge in ansprechenden Häppchen visualisiert, halten Belohnungen für Tagesziele und Meilensteine Neulinge bei Laune. Wer Lust mit einem guten Bekannten auf einen kleinen Wettstreit hat, kann sich hier direkt per App verabreden und bewerten lassen.

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Vorteile und Nachteile vom Fitbit Alta

Vorteile:

  • Schönes Design
  • Smart-Notifications
  • Inaktivitätsalarm
  • Automatische Sporterkennung
  • Schlafzyklusmessung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Austauschbare Armbänder
  • Touch Bildschirm in Farbe

Nachteile:

  • GPS nur übers Smartphone
  • Keine Pulsmessung
  • Kein Gyrosensor
  • Keine Höhenmesser
  • Nur Spritzwasser geschützt

Fazit vom Fitbit Alta

Mit dem Fitness Tracker der Alta-Reihe hat der Hersteller einen sehr schicken Kandidaten mit Wechselarmbändern im Angebot. Dank der ausgesprochen großen Community ist auch der Kontakt mit Gleichgesinnten garantiert. Leider fehlt ein Herzratensensor und erneut – eine fast schon durchgängige Schwäche vieler Fitbit-Produkte – ein eher mauer Spritzwasserschutz, der selbst das Duschen mit angezogenem Tracker nicht ratsam macht.

Zwar verfügt dieses Modell über brauchbare Basisfunktionen, kann sicher darüber hinaus in technischer Hinsicht kaum profilieren. Wirklich problematisch ist die preisliche Nähe zu hauseigenen Alternativen mit Pulssensor. Kritisch betrachtet legt der ältere Fitbit Charge HR noch nach und kostet ebenfalls kaum mehr als die veranschlagten 120 Euro. Resumee: Fitness gibt es eben nicht zum Nulltarif. Dafür besticht die Alta-Version während des Tracker Tests klar in äußerlicher Erscheinung und liegt modisch bei Mann und Frau gleichermaßen gut am Handgelenk – das Auge isst mit.

Fitbit Alta
259 Bewertungen
Fitbit Alta
  • Batterieverordnung: Batterieverordnung Sie sind gesetzlich verpflichtet, Batterien zurückzugeben. Sie können diese nach Gebrauch in einer unserer Filialen oder in einer kommunalen Sammelstelle vor Ort zurückgeben. Hinweis nach BattV Batterien und Akkus gehören nicht in den Hausmüll. Verbraucher sind gesetztlich verpflichtet, gebrauchte Batterien zurückzugeben.
  • Elektroschrott: Elektro- und Elektronikgeräte gehören nicht in den Hausmüll. Hierfür stehen Ihnen städtische und kommunale Sammelstellen zur Verfügung. Die Sammlung der Elektro- und Elektronikgeräte ermöglicht das Recycling von Wertstoffen, die Wiederverwendung und die ordnungsgemäße sowie gefahrenlose Entsorgung.
  • Teile tierischen Ursprungs: Nein