Fitbit Flex 2


Fitbit Flex 2

Der Fitbit Flex gehörte zu den beliebteren Angeboten im Einsteigersegment für Fitness-Tracker und wurde 2013 auf den Markt geworfen. Nun kommt der Nachfolger Fitbit Flex 2 und lockt endlich mit wasserdichtem Gehäuse und dazu passendem Schwimmprogramm in einem ebenfalls sehr schmalen und kompakten Armband. Eine echte Hardware-Revolution bleibt allerdings aus. Viel mehr handelt es sich um ein gezieltes Update, um den technischen Rückstand auszugleichen und neue Kundenkreise zu erschließen. Knapp 89 € lautet die momentane Preisempfehlung des Herstellers. Reichen die Neuerungen im Tracker Test für eine Kaufempfehlung?

 

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Fitbit Flex 2 im Test

Fitbit Flex 2
497 Bewertungen
Fitbit Flex 2
  • Gezählt werden Schritte, Entfernungen, Kalorienverbrauch und aktive Minuten
  • Der ultradünne, herausnehmbare Tracker, der in Armbänder, Anhänger und Armreifen versteckt werden kann
  • Schwimmtauglich trackt er Ihre Bahnen, begleitet Sie in allen Lebenslagen, ob im Meer, unter der Dusche, im Pool oder sonstwo
  • SmartTrack erkennt automatisch ausgewählte Trainingsarten (Lauf-, Rad-, Crosstraining sowie Sportarten und Aerobic) und zeichnet diese in Ihrer Fitbit App auf 
  • Verfolgen Sie automatisch, wie lange und wie gut Sie schlafen, und lassen Sie sich von einem stummen Alarm mit einer leichten Vibration wecken

Design und Handhabung

Kein Kraftpaket, aber klein und handlich – dafür ist der Fitbit Flex bekannt. An diese Tradition knüpft nun auch die Neuauflage in Form des Fitbit Flex 2 an. Äußerlich ist das Erscheinungsbild denkbar einfach gehalten. Das Band misst ungefähr 1 cm an Breite und behält diese Abmessung auf ganzer Strecke bei. Somit ist es sichtbar schmäler im Vergleich zu seinem Vorgänger und lässt sogar genug Freiraum für eine zusätzlichen Schmuck. Ästhetisch gibt es auch starke Übereinstimmungen. Knöpfe halten das geschlossene Armband wie zuvor in Positon. Diese erforderten bislang aber einen gewissen Kraftaufwand und gehören nicht unbedingt zu den komfortabelsten Lösungen auf dem Markt. Hier hat der Hersteller offenbar nachgebessert und den Verschluss etwas alltagstauglicher gestaltet. Auch gut: Fitbit legt Gummibänder in zwei Größen (S und L) bei. Damit passt der Fitness-Tracker garantiert an kleine sowie größere Handgelenke. Modebewusste Menschen können auch zu einem Metallarmreif oder Anhänger als Träger zurückgreifen – was den Kaufpreis nahezu verdoppelt. Für eine deutlich luxuriöse Optik ist also bei entsprechender Investitionsbereitschaft gesorgt. Im Zentrum findet sich der längliche Tracker, der ohne ein Display nur über LED-Leuchten mit seinem Besitzer kommuniziert.

Je nach Kombination der fünf Lichter wissen Anwender, wie nahe sie ihrem definierten Tagesziel stehen oder ob eine Mitteilungen auf dem Smartphone eingeht. Eine LED besitzt über mehrere Farbtöne, denen jeweils ein bestimmtes Aufgabenfeld wie eingehende SMS oder Aktivitätserinnerung zugeordnet ist. Insgesamt macht sich der kleine Computer dank seines geringen Gewichtes und schmalen Maße kaum bemerkbar, was auch spürbare Vorteile bei enger Kleidung oder während der Nachtruhe bringt. Etwas nachgelassen hat hingegen die Leistung der Batterie. Im Tracker Test kommt diese auf etwa vier Tage Laufzeit mit eingeschalteten Smart-Notifications und liegt somit unterhalb der angegebenen Grenze von fünf Tagen.

Standardwerkzeug mit vibrierenden Smart-Notifications

Mittels Vibrationsalarm unterstreicht eingehende Mitteilungen mit Nachdruck. Dieses Feature findet auch als Stilleralarm für das diskrete Wecken in frühen Morgenstunden Anwendung. Die genau Konfiguration muss über das Smartphone und der Fitbit-App abgewickelt werden. Im Kern mangelt es dem Fitness Tracker jedoch an technischen Finessen. Um Enttäuschungen vorzubeugen: GPS und Herzfrequenzmessung werden nicht unterstützt. Er bleibt vom Prinzip her ein Fitnessarmband mit gewöhnlicher Grundausrüstung ohne ausladende Extras.

Preislich gesehen liegt der Fitness Tracker damit aber noch im akzeptablen Bereich. Wer hier mehr verlangt, muss seine Geldbörse weiter öffnen. Die Vorteile des kompakten Designs gehen natürlich auch mit Einschränkungen einher. Eine Anzeige der Uhrzeit fehlt, Echtzeitinformationen sind hauptsächlich nur über das Smartphone erhältlich. Schmerzhaft ist allerdings auch die Abwesenheit eines Höhenmessers. Stockwerke und erklommene Treppenstufen entgehen somit dem Gerät vollkommen und werden in keiner Statistik erfasst.

All dies unterstreicht den hauptsächlich zugedachten Einsatzzweck des Fitbit Flex 2: Er bleibt ein reiner Schrittzähler und dient als handlicher Motivator. Fällt die Anzahl der Schritte unter 250 pro Stunde, sondert der Fitness Tracker eine Beschwerde ab und leitet so Nutzer zu mehr Bewegung an. Neben bloßen Schritten misst das Gerät auch Distanzen und kann den Kalorienverbrauch anhand persönlicher Angaben abschätzen. Grobe Fehler unterbleiben im Tracker Test, was wohl auch der guten Automatik geschuldet ist. Diese kann im Tracker Test recht gut gewöhnliche Armbewegungen am Bürotisch von sportlicher Betätigung unterscheiden.

Fordernde App und neue Funktionen für Schwimmer

Jogging oder andere Laufaktivitäten nimmt der Tracker automatisch als einzelne Übung auf. Kurzzeitsportler müssen allerdings das Mindestmaß an 15 Minuten einhalten. Gut gefällt auch die Differenzierung zwischen intensivem Laufen oder einfachen Sparziergängen. Der interne Sensor ist auf gewisse Grundbewegungen angewiesen, die bei vergleichsweise statischem Training auf Fitnessgeräten nicht immer gegeben sind.

Ausflüge auf echten Fahrrädern erkennt der Tracker gelegentlich, auf seinem passenden Äquivalent im Fitnesscenter gibt es dagegen vermehrt Aussetzer. Ansonsten erscheint die intelligente Automatik jedoch sehr verlässliche Ergebnisse zu liefern, solange entsprechende Armbewegungen bei der Tätigkeit involviert sind.

Etwas aufwändiger gestaltet sich die akkurate Verfolgung einer Runde im Schwimmbad. Hier muss der entsprechende Modus per Hand aktiviert werden. Danach erfolgt eine Einteilung der zu schwimmenden Strecke. Erst mit diesen Informationen zeichnet der Fitbit Flex 2 diese Aktivität zuverlässig auf. Kleine Pausen von über 60 Sekunden sind allerdings tabu und beenden die Analyse. Dank der Wasserfestigkeit bleibt ein Ausflug im Pool aber immerhin eine Option und somit eine begrüßenswerte Erweiterung gegenüber dem Vorläufer.

Zu einem klaren Motivationsschub dürfte trägen Zeitgenossen vor allem die Fitbit-App verhelfen. Diese kommt mit einem gelungenen Paket an Aufgaben und Meilensteinen einher, die somit zur täglichen Steigerung der Fitness anregen. Rivalitäten mit anderen Fitbit-Freunden in der Community spornen zudem zu neuen Höchstleistungen an. Über die App erfolgt auch die Inspektion der eigenen Schlafgewohnheiten, die aufschlussreiche Informationen über die Qualität der eigenen Nachtruhe liefert. Kompatibilität ist mit Android-, Apple- und Windows-Geräten gegeben.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Fitbit Flex 2

Vorteile:

  • Aufladbarer Akku
  • Stiller Alarm
  • Erinnerungsfunktion
  • Drahtlose Synchronisierung
  • Schlafzyklusmessung
  • Geringes Gewicht (11,34 Gramm)
  • Schrittzähler
  • Distanzmessung
  • Wasserdicht
  • Wechselbares Armband

Nachteile:

  • Nur eine Banachrichtigungsmethode
  • Kein GPS
  • Kein Höhenmesser
  • Kein Touchscreen
  • Kein Umgebungslichtsensor
  • Keine Pulsmessung
  • Keine Uhr

Fazit vom Fitbit Flex 2

Als reiner Basic-Tracker kann der Fitbit Flex2 durchaus dienlich sein. Er besticht durch seine Kompaktheit und hohen Tragekomfort, ist aber wegen des fehlenden Displays ohne Smartphone wenig kommunikativ. Als großes Plus verbucht das Gerät die Eignung für den Wassersport. Kritik einstecken muss der Fitness Tracker hingegen wirklich wegen der schwachen Batterieleistung trotz verhältnismäßig einfacher Hardware.

Hauptaugenmerk liegt auf dem Schrittzähler, der durch die Schlafüberwachung ergänzt wird. In der Hinsicht ist das Wearable also ein gutes durchschnittliches Modell, aber die Fitbit-App macht hier wie so oft den Unterschied zwischen Frust und Laune. Dank spaßiger Herausforderungen und gelungener Präsentation steigt die Motivation merklich an, die eigene Fitness Tag für Tag aufs Neue zu fordern.

Alle, die sich einen guten Grund für mehr Bewegung ins Haus holen möchten, dürfen also beim Fitbit Flex 2 beherzt zugreifen. Echte Fitness-Freaks sollten Ausschau nach den teuren Modellen mit Pulsmessung, zusätzlichen Sportfunktionen und integriertem GPS halten.

Fitbit Flex 2
497 Bewertungen
Fitbit Flex 2
  • Gezählt werden Schritte, Entfernungen, Kalorienverbrauch und aktive Minuten
  • Der ultradünne, herausnehmbare Tracker, der in Armbänder, Anhänger und Armreifen versteckt werden kann
  • Schwimmtauglich trackt er Ihre Bahnen, begleitet Sie in allen Lebenslagen, ob im Meer, unter der Dusche, im Pool oder sonstwo
  • SmartTrack erkennt automatisch ausgewählte Trainingsarten (Lauf-, Rad-, Crosstraining sowie Sportarten und Aerobic) und zeichnet diese in Ihrer Fitbit App auf 
  • Verfolgen Sie automatisch, wie lange und wie gut Sie schlafen, und lassen Sie sich von einem stummen Alarm mit einer leichten Vibration wecken