Garmin Forerunner 920XT


Garmin Forerunner 920XT

Wearables, um sportliche Ambitionen weiter zu befeuern, gibt es beinahe wie Sand am Meer. Wenn es jedoch wirklich professionell sein soll, fallen viele dieser praktischen Alltagsbegleiter schnell durchs Raster aufgrund eines doch recht überschaubaren Funktionsumfanges. Garmins Antwort für echte Triathleten und Intensivsportler ist die Forerunner-Serie. Der Garmin Forerunner 920XT ist ein echtes Zugpferd unter den Trackern und bietet moderne Technik gepaart mit exakten Messdaten in Echtzeit auf einem übersichtlichen Farbbildschirm. Schwimmer, Läufer und Radfahrer sollen hier einen zuverlässigen Coach für unterwegs finden. Entsprechend seiner werbeträchtigen Spezifikationen gestaltet sich auch der Preis. Lohnt die Investition von 469 € (UVP) nur für einen Fitness-Tracker?

 

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Garmin Forerunner 920XT im Test

Garmin Forerunner 920XT
40 Bewertungen
Garmin Forerunner 920XT
  • GPS & GLONASS Multisportuhr mit hohem Tragekomfort (nur 61g)
  • Dank umfangreichen Schwimm-, Rad-, Laufeffizienz- und VO2 max Werten perfekt für Triathleten
  • 24 Stunden Akkulaufzeit im GPS Modus. 40 Stunden im UltraTrac
  • ANT+, Bluetooth LE, WLAN und Beschleunigungssensor, Live Tracking, WLAN Sync., Smartphone Benachrichtigungen
  • Lieferumfang: Forerunner 920XT, Daten-/Ladeklemme, Dokumentation

Design und Handhabung

An einen gewöhnlichen Fitness-Tracker erinnert der Forerunner 920XT keineswegs. In der Tat handelt es sich mehr um eine Sportuhr mit umfangreicher Sportfunktion. Optisch wird dieser Unterschied schon bei erster Begutachtung sofort deutlich. Die Verarbeitung ist hochwertig, der Look wirkt frisch und sportlich. Obwohl das Gerät dick aufträgt und einen massiven Eindruck hinterlässt, bringt es nur 62 Gramm auf die Waage. Verantwortlich für die stattliche Größe ist mitunter auch das verbaute GPS-Modul, was die störende Abhängigkeit von Smartphones bei Langzeitsportlern spürbar reduziert.

Während der kleine Bruder, der Forerunner 920, ein Touch-Display verwendet, dürfen Anwender hier mit Hilfe von sechs gut erreichbaren Knöpfen – zwei an der Front und der Rest seitlich – intuitiv durch die Menüs navigieren. Die Aufteilung der einzelnen Menüpunkte in Farbe auf 205 x 148 Pixel ist wirklich beeindruckend und zugleich übersichtlich gelöst. Bis zu vier Auswahlmöglichkeiten werden optisch den zugehörigen Knöpfen zugeordnet.

Im Vergleich zu einfachen Sportarmbändern geht Garmin hier ins Detail und erlaubt Nutzern Alarmsetups für unterschiedliche Konditionen einzurichten. Fällt der Träger von der vorgesehenen Geschwindigkeit ab, meldet sich der Fitness-Tracker zu Wort. Angaben zur durchschnittlichen Geschwindigkeit und zahlreiche andere Informationen lassen sich frei nach Wunsch auf einen Blick anzeigen. Die Möglichkeiten zur persönlichen Gestaltung nach eigenen Bedürfnissen gehört definitiv zu den Stärken des Gerätes.

In freier Natur steht die GPS-Verbindung oft recht schnell, in Innenräumen hingegen ist es oft sinnvoll die Hilfe des Smartphones zu Rate zu ziehen. Einen echten Dealbreaker stellen etwaige Verzögerungen im Tracker-Test jedoch nicht dar und bleiben stets in einem akzeptablen Rahmen. Das Gehäuse ist zudem komplett wasserdicht und kann daher auch für tiefe Tauchgänge genutzt werden. Empfohlen sei zu diesem Anlass Garmins passender Brustgurt HRM-Tri mitsamt Beschleunigungssensor, der speziell für Triathlon ausgelegt ist und ebenso unter Wasser seinen Dienst tadellos verrichtet. Zwar gehört dieses ca. 80€ teure Extra nicht zum Lieferumfang, wird aber auch als Bundle mit dem Garmin Forerunner 920XT angeboten. Die Anschaffung ergibt Sinn und verhilft sofort zu akkurateren Werten. Vor allem die Herzfrequenzmessung trägt hier ihren Anteil dazu bei und gilt ohnehin als ein wichtiges Kriterium zur Bewertung des individuellen Fitnesszustandes bei Profisportlern. Für genügend Energie sorgt ein ausreichend dimensionierter Akku, der auch mit aktiviertem GPS ganze 24 Stunden durchhält.

Auffällig große Detailverliebtheit bei der Aufzeichnung von Daten

Garmin Forerunner 920XT

Der Forerunner 920XT liefert seinem Träger massenhaft interessante Details frei Haus. Wie erhole ich mich am besten nach intensiver Anstrengung? Wie viel Sauerstoff wurde verbraucht? Wie lange dauert es bis zum Ende der nächsten Runde? Natürlich handelt es sich hier um nette Zugaben, deren Genauigkeit zumindest teilweise bezweifelt werden dürfen. Trotzdem bringen diese zusätzliche Unterhaltung mit ins Spiel und sorgen für mehr Spaß – was sich auch fördernd auf die Motivation auswirken kann.

Aktuelle Geschwindigkeiten, Schritte, Distanzen und natürlich mit GPS auch exakte Routen sind ohnehin jederzeit mit an Bord. Punktegenau landet außerdem garantiert jeder Schritt in der beabsichtigten Frequenz, wenn zur akustischen Unterstützung ein Metronom im Takt anschlägt. Zusätzlich erfasst der Fitness Tracker im Tracker-Test auch die Kontaktzeit der Füße mit dem Boden und gleich dazu das vertikale Bewegungsmuster. Echte Profis dürften an derartigen Analysen Gefallen finden und haben so ihre Lauftechnik stets mit auf dem Überwachungsradar.

Sportler haben die Möglichkeit zwischen Intervall-Training und Runden zu unterscheiden. Auf Wunsch stellt die Uhr Nutzern einen virtuellen Weggefährten an die Seite. Mit Hilfe der umfangreichen Garmin Connect App für Android, iOS und Windows-Phone sind damit sogar Geisterwettkämpfe gegen andere Läufer möglich, die den gleichen Weg eingeschlagen und ihre Daten online hinterlegt haben. Leider kommt es gelegentlich zu kleinen Synchronisationsfehlern beim Upload, die aber durch einen erneuten Versuch rasch überbrückt werden.

Anfänglichen Problemen bei der Höhenmessung hat der Hersteller zudem durch ein Update der Firmware aus den Weg geräumt. Die Präzision des Barometers ist nun deutlich gestiegen und liegt in einem absolut brauchbaren Bereich. Schwimmern schenkt der Hersteller auch eine Reihe interessanter Werkzeuge, die auch Messungen bei Ausflügen im Meer erlauben. So lassen sich Armzüge zählen sowie Distanzen, individuelle Zeiten und geschwommene Bahnen auswerten – inklusive SWOLF-Wert, der die gesamte Effizienz der Aktivität beurteilt.

Joggen à la carte?

Laufen kann ein echtes Abenteuer sein und den Entdeckerdrang wecken. Neue Routen sind daher zwecks Abwechslung stets willkommen. Für ein besonderes Flair sorgt natürlich der Tritt in die Fußstapfen anderer Sportgenossen. Dank der GPS-Funktion zeigt die Uhr direkt auf dem Display eine Miniaturbahn an, die mit Hilfe von Richtungspfeilen dem Läufer den Weg weist. Sicher wäre eine richtige Karte mit klaren Angaben deutlich übersichtlicher, aber wegen der geringen Auflösung auch kaum besser als diese vereinfachte Darstellung.

An der Genauigkeit und Reaktionsfreudigkeit des GPS darf sich dagegen so mancher Konkurrenz eine Scheibe abschneiden. Alternativ greift Garmin bei Problemen auch auf den russischen Ableger GLONASS zurück. Hier erzielt der Fitness Tracker erfreulich gute Werte und bleibt praktisch nie hängen und hält die Verbindung immer ausreichend stabil. Neben ANT+ nutzt der Tracker noch Bluetooth 4.0 und WLAN zur kabellosen Übertragung seiner Informationen, was auch bei der Interaktion mit Smartphones vonnöten ist.

Mittels akustischem Signal wird der Besitzer über eingehende SMS oder E-Mails informiert. Anrufe und Benachrichtigungen entgehen so trotz schweißtreibendem Körpereinsatz niemandem. Körperliche Fitness profitiert natürlich zweifellos von einer gesunden Lebensweise. Zu diesem Zwecke ermöglicht Garmin auch den Einsatz der Schlafüberwachung und berechnet obendrein noch den Verbrauch der Kalorien. Im Verbund mit dem separaten Brustgurt fallen diese Angaben nochmals deutlich exakter aus. Nach vollendetem Training gibt es sogleich eine Bewertung und Empfehlung für die nächste Zielsetzung.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Garmin Forerunner 920XT

Vorteile:

  • GPS (auch GLONASS)
  • Höhenmesser
  • Wasserdicht
  • Verbindung über ANT+, Bluetooth & WLAN
  • Beschleunigungssensor
  • Batterieanzeige
  • Farbiges Display
  • Drahtlose Synchronisierung
  • Schlafzyklusmessung
  • Schrittzähler
  • Stoppuhr
  • Timer
  • Benachrichtigungsfunktion (SMS, E-Mails & Anrufe)
  • Viele Bedienoption

Nachteile:

  • Kurze Akkulaufzeit von max. 2 Tagen
  • Keine Pulsmessung (nur mit Brustgurt)

Fazit vom Garmin Forerunner 920XT

Viel Geld für ein reichhaltiges Feature-Set in Form einer sportlichen Armbanduhr: Das Modell Forerunner 920XT ist kein gewöhnliches Sportarmband wie viele seiner deutlich günstigeren Kollegen. Er richtet sich mehr an echte Intensivsportler und bietet hierfür auch in Echtzeit auf dem Bildschirm zahlreiche Optionen für die genaue Analyse. Blutigen Anfängern genügt mit Sicherheit ein günstigeres Modell, um die eigene Fitness auf die erste Schritte zu überwachen.

Der Preis ist alleine schon recht hoch angesetzt und die volle Funktionalität mit Pulsmessung wird erst mit dem ebenfalls für fast 90 € teuren Brustgurt für Triathleten verfügbar. Der dargebotene Umfang ist beeindruckend und Garmin hat hier definitiv einen exquisiten Fitness Tracker im Angebot, der trotz GPS-Nutzung eine beeindruckende Akkulaufzeit besitzt. Variantenreicher Schwimmmodus sowie gute Programme für Laufen und Fahrradfahren lassen gemeinsam mit dem wasserdichten Gehäuse kaum Wünsche offen.

Ein ultimativer Allrounder für alle, die über einen Gelegenheitsausflug auf zwei Beinen hinaus möchten – und es sich zu leisten vermögen.

Garmin Forerunner 920XT
40 Bewertungen
Garmin Forerunner 920XT
  • GPS & GLONASS Multisportuhr mit hohem Tragekomfort (nur 61g)
  • Dank umfangreichen Schwimm-, Rad-, Laufeffizienz- und VO2 max Werten perfekt für Triathleten
  • 24 Stunden Akkulaufzeit im GPS Modus. 40 Stunden im UltraTrac
  • ANT+, Bluetooth LE, WLAN und Beschleunigungssensor, Live Tracking, WLAN Sync., Smartphone Benachrichtigungen
  • Lieferumfang: Forerunner 920XT, Daten-/Ladeklemme, Dokumentation