Garmin Vivoactive HR


Garmin Vivoactive HR

Günstige Fitness-Tracker teilen sich oft eine gemeinsame Schwäche und können bei besonders aktiven Sportlern deren Routen und tatsächliche Distanzen nur schätzen. Besonders bei Schwimmern oder Radfahren kann dies zu groben Fehlinterpretationen führen. Das Einsatzgebiet ist also beschränkt.
Doch der Garmin Vivoactive HR versucht die Lücke zwischen Einsteiger- und Luxus-Wearable zu schließen. Garmin bedient sich dabei zahlreicher Eigenschaften, die man eher bei richtigen Smartwatches vermuten würde. WhatsApp, Mediaplayer und Benachrichtigung vom Smartphone machen Fitness-Adepten das Leben leichter.

 

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Garmin Vivoactive HR im Test

Garmin Vivoactive HR GPS
61 Bewertungen
Garmin Vivoactive HR GPS
  • Sport-GPS-Smartwatch mit hochauflösendem, auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbarem Farb-Touchscreen und individueller Gestaltung mit kostenlosen Displaydesigns, Widgets und Apps aus unserem Connect IQ-Store
  • Activity Tracker (Anzeige von Schritten, Kalorienverbrauch, Distanz und personalisierten Tageszielen) mit integriertem GPS-Sensor und Sportapps für GPS-gestütztes Laufen, Radfahren, Schwimmen und mehr
  • Überträgt Smart Notifications wie E-Mails, SMS, Nachrichten, Termine oder Benachrichtigungen von sozialen Medien und anderen mobilen Apps auf die vívoactive HR Multi-Sportuhr (kompatibel mit Android und iOS)
  • Leistungsstarke Laufuhr mit Akku-Laufzeit von bis zu 8 Tagen im Uhr-/Fitness-Tracker-Modus oder von bis zu 13 Stunden bei Verwendung von GPS
  • Lieferumfang: vίvoactive HR, USB-Ladekabel / -Datenkabel, Bedienungsanleitung

Design und Handhabung

Garmins Versuch im Revier der Smartwatch zu wildern ist für Freunde von Fitnessarmbändern gewiss ein aufregendes Experiment. Allerdings gehört das vorliegende Design nicht unbedingt zu den schönsten Trackern auf dem Markt. Das farbige Touch-Display auf 1,1 Zoll besitzt eine angenehme Auflösung und eine in neun Stufen regulierbare Helligkeit. Dadurch wirkt die visuelle Schaltzentrale des Garmin Vivoactive HR zugleich einladend und übersichtlich. Zwei kleine Plastikknöpfe positionieren die Ingenieure zur Bedienung am unteren Ende des Bildschirms.

Zwei kleine Plastikknöpfe positionieren die Ingenieure zur Bedienung am unteren Ende des Bildschirms. Ähnlich unaufgeregt präsentiert sich auch das Gummiarmband mit Dornschließen. Es ist solide, aber gleichzeitig optisch kaum von der unteren Preisklasse zu unterscheiden. Diese Kritik soll auf keinen Fall falsch gedeutet werden: Der Tracker geht insgesamt von Material und Verarbeitung in Ordnung. Staunende Blicke entlockt er seinen Betrachtern angesichts des erhöhten Kaufpreises allerdings auch nicht.

Bei erster Inspektion drängt sich sofort der Eindruck einer Uhr und etwas der eines Sportarmbandes auf. Was Platz wegnimmt, bringt im Gegenzug eindeutige Vorteile in Sachen Übersichtlichkeit und Bedienung mit sich. Außerdem: Die Bauhöhe des Geräts ist überraschend schmal. Handhabung und Komfort sind im Alltagsgebrauch sehr gut.
Kurz: Es lebt sich angenehm mit diesem Exemplar.

Lobenswerterweise scheint das verwendete Material mit der Haut nicht auf Kriegsfuß zu leben und zeigt selbst nach längerem Einsatz keine gereizten Stellen. Bei Nichtgefallen der schwarzen Standardausgabe gibt es praktische Austauscharmbänder in Farben wie Gelb, Rot oder klassischem Weiß.

Leserlichkeit unter guten Lichtbedingungen ist jederzeit gewährleistet. Der etwas kontrastschwache Bildschirm braucht aber bei düsterer Umgebung Schützenhilfe, die der Hersteller in Form einer bläulichen, aktivierbaren LED-Leuchte mitliefert. Dank der permanenten Sichtbarkeit werden außerdem zusätzliche Handgriffe für schnelles Ablesen während des Trainings überflüssig. Zahlreiche Custom-Layouts ermöglichen die Anpassung der Anzeige nach eigenem Geschmack und bieten darüber hinaus nützliche Randdetails wie Status der Tagesziele oder die Restenergieanzeige.

Absolut beeindruckende Werte liefert die Batterie mit einer Ausdauer von bis zu einer Woche trotz gemäßigter GPS-Nutzung während des Sports und dem Beistand des erwähnten Hilfslichtes. Vor allem kompaktere Alternativen mit Herzsensor und Display können von solche hoher Ausdauer nur träumen.

Die ununterbrochene GPS-Anwendung bringt allerdings innerhalb von 13 Stunden den Akku auf den Nullstand. Mittels proprietärer Dockingstation gelangt frische Energie in leere Zellen. Nötig dafür ist am anderen Ende nur ein USB-Steckplatz in einem Computer oder ein ganz gewöhnliches Smartphone-Netzteil.

Wetterfeste Sportskanone mit automatischer Erkennung

Garmin Vivoactive HR

Wie viel Fitness steck nun tatsächlich in dem Tracker? Ein echter Rivale zur Smartwatch ist das Wearable im Tracker-Test auf keinen Fall. Dafür glänzt es mit einer umfangreichen Anbindung durch die eigene Garmin Connect IQ App mit dazugehörigem App-Store. Hier dürfen sich Neugierige nach Herzenslust austoben und neben auf Fitness bezogenen Programmen auch einige Spielchen herunterladen. Nicht das dies gleich zu Beginn nötig wäre: Auf das Repertoire an vorinstallierten Apps dürfen sich vor allem die Fitness-Freaks freuen. Garmin sorgt hier für einen geradezu warmen Regen an unterschiedlichen Sportprogrammen. Golfer erhalten zum Beispiel auf den Punkt genaue Angaben zur Position der vorhandenen Löcher auf zahlreichen Golfplätzen auf der ganzen Welt. Das Tracking selbst funktioniert dank der GPS-Unterstützung stets ausgezeichnet und passt seinen Energiehunger offenbar den Anforderungen an.

Je nach ausgewähltem Modi wird die Anzeige durch sinnvolle Zusätze ergänzt. Läufer bekommen den Hinweis, wie lange sie bei aktueller Geschwindigkeit für den nächsten Kilometer benötigen. Ski-Fahrer bekommen ihre Bestzeiten nach absolvierten Abschnitten geordnet. Die Verfolgung an für sich wurde vom Hersteller nahezu perfekt integriert und ist mit einfachem Zugriff über die rechte Taste schnell ausgewählt. Krönung des Ganzen ist die automatische Erkennung vieler Tätigkeiten. Somit fallen auch spontane Aktivitäten nicht durchs Raster und werden gleich korrekt dem bisherigen Datenbestand zugeordnet.

Nebenbei misst der Fitness Tracker auch die Höhe über dem Meeresspiegel und erkennt Etagen, auch wenn diese Angabe in einem separaten Menü einzusehen ist. In Schwimmbädern schätzt es die Größe des Pools anhand der zurückgelegten Strecke ein und beginnt fortan die persönlichen Zeiten zu beurteilen. In dem Fall lässt das GPS dem Beschleunigungssensor den Vortritt, welcher anhand Bewegungspausen das Ende einer Strecke erkennt. Angst vor Wasserschäden sind zudem völlig unbegründet. Der Vivoactive Garmin HR ist bis zu Tiefen von 50 m absolut dicht. Daher stellen auch Alltagsbetätigungen wie Duschen oder Geschirrspülen keine akute Gefahr für das technische Innenleben dar.

Das Spektrum an Messungen erweitert sich zudem durch die Kompatibilität mit Sportzubehör des Herstellers. Fahrradfahrer können zum Beispiel mit dem Trittfrequenzsensor ein nützliches Upgrade mit dem Fitness-Tracker verbinden.

Gesundheitschecks und Smartphone-Interaktion runden das Paket ab

Darüber hinaus gehört natürlich auch das übliche Programm mit Kalorienverbrauch dazu, das sich anhand besonders präziser Informationsquellen als sehr glaubwürdig erweist. Den kompletten Alltagstrott mit Höhen und Tiefen erfasst dieser ebenso durch Schrittzahl und Herzfrequenzmessung dank seiner LED-Sensoren in Richtung Handgelenk.

Ein Sprung zur App ist nicht nötig, viele Informationen werden direkt auf der dem Bildschirm angezeigt. Wie erholsam war eigentlich die letzte Nacht und der Schlafzyklus? Natürlich bemerkt jeder Schlaflose sofort, wenn zahlreiche Ruhestörungen aus unterschiedlichen Gründen den so immens wertvollen Boxenstopp im Bett auf ein Mindestmaß reduzieren. Aber auch kleine und somit nicht offensichtliche Schwankungen können langfristig spürbare Auswirkungen nach sich ziehen – steter Tropfen höhlt eben den Stein.

Hier trägt das Gerät im Verbund mit der andauernden Pulsmessung auch über Nacht einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der eigenen Lebensqualität bei. Übrigens: Neben der Anzeige der Uhrzeit lassen sich individuelle Weckzeiten vorgeben. Langschläfer kommen so garantiert rechtzeitig aus dem Bett und verpassen keine Termine.

Benachrichtigungen aus dem sozialen Netzwerken übernimmt das Fitnessarmband sogar direkt auf dem Display. Versäumte Termine, SMS oder Anrufe gehören damit auch während des Sporttreibens der Vergangenheit an. Für musikalische Begleitung sorgt der Mediaplayer, der komfortablen Zugriff auf Smartphone-Bibliothek ermöglicht. Die neusten Wettermeldungen geben Hinweise, ob sich ein Ausflug für die nächsten Stunden noch lohnt.

All die praktischen Smart-Features stehen natürlich nur zur Verfügung, wenn ein gekoppeltes Smartphone mit von der Partie ist. Hier muss die Entscheidung im Voraus getroffen werden. Schließlich gehört es zu den wichtigsten Eigenschaften für die akkurate Messung aller Sportfunktionen nicht zwingend auf ein Handy in der Jackentasche angewiesen zu sein.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Garmin Vivoactive HR

Vorteile:

  • Benachrichtigungen (Nachrichten, Termine, Wetter)
  • GPS
  • Beschleunigungssensor
  • Höhenmesser
  • Mediaplayer
  • Pulsmessung
  • Schrittzähler
  • Niedriges Gewicht (47,6 Gramm)
  • Wasserdicht bis 50 Meter
  • Armband wechselbar
  • Display Gyrosensor

Nachteile:

  • Akku nicht wechselbar
  • Kein Umgebungslichtsensor
  • Kein WLAN
  • Keine Stopuhr
  • Voller Funktionsumfang nur mit dem Smartphone

Fazit vom Garmin Vivoactive HR

Dieser Fitness Tracker beweist im Tracker-Test vor allem ein erfreulich konstantes Naturell. Er liefert nicht nur umfangreiche Daten unmittelbar auf den Bildschirm, sondern diese fallen ausgesprochen präzise und vor allem ohne lästige Unterbrechungen aus.

Reine Läufer finden sicher günstigere Alternativen. Garmins Alleskönner deckt hingegen eine riesige Palette an Sportfunktionen in einem gut überschaubaren Konzept ab. Schwimmer, Radfahrer und sogar Golfer werden durch vorinstallierte Apps beglückt. Dabei ergänzen die Smart-Funktionen das Tracking sehr gut, ohne dabei jedoch die wahre Natur des Gerätes zu übertünchen.

Einziger Nachteil: Windows-Smartphones werden nicht unterstützt. Garmin zielt mit diesem Angebot primär auf Freunde von abwechslungsreichen Sportarten, die eine exzellente Vernetzung und Ausbaufähigkeit via App zu schätzen wissen. Eine Edelkarosserie besitzt es keine, versucht aber auch nicht etwa mit den echten Smartwatch-Platzhirschen von Apple oder Samsung zu konkurrieren.

Garmin Vivoactive HR GPS
61 Bewertungen
Garmin Vivoactive HR GPS
  • Sport-GPS-Smartwatch mit hochauflösendem, auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbarem Farb-Touchscreen und individueller Gestaltung mit kostenlosen Displaydesigns, Widgets und Apps aus unserem Connect IQ-Store
  • Activity Tracker (Anzeige von Schritten, Kalorienverbrauch, Distanz und personalisierten Tageszielen) mit integriertem GPS-Sensor und Sportapps für GPS-gestütztes Laufen, Radfahren, Schwimmen und mehr
  • Überträgt Smart Notifications wie E-Mails, SMS, Nachrichten, Termine oder Benachrichtigungen von sozialen Medien und anderen mobilen Apps auf die vívoactive HR Multi-Sportuhr (kompatibel mit Android und iOS)
  • Leistungsstarke Laufuhr mit Akku-Laufzeit von bis zu 8 Tagen im Uhr-/Fitness-Tracker-Modus oder von bis zu 13 Stunden bei Verwendung von GPS
  • Lieferumfang: vίvoactive HR, USB-Ladekabel / -Datenkabel, Bedienungsanleitung