Garmin Vivofit 3


Garmin Vivofit 3

Der Garmin Vivofit 3 baut die Fähigkeiten seines Vorgängers aus und bietet für unter 100 Euro einen interessanten Fitness Tracker für Läufer, der nun auch mit automatischer Aktivitätserkennung und Analyse von intensiven Phasen daherkommt. Der Tracker Test erläutert die Vor- und Nachteile des neusten Ablegers der Vivofit-Serie.

 

 

 

 

info

Garmin Vivofit 3 im Test

Garmin Vivofit 3
282 Bewertungen
Garmin Vivofit 3
  • Fitness-Tracker mit energiesparendem, hochauflösendem Display mit verschiedenen Displaydesigns und einem Jahr Batterielaufzeit
  • Fitnessarmband mit 24/7 Anzeige von Schritten, Kalorienverbrauch, Distanz, Datum, Uhrzeit und personalisierten Tageszielen
  • Wasserdicht bis 5 ATM (entspricht dem Prüfdruck unter 50 m Wassertiefe) - selbst beim Schwimmen müssen Sie die vivofit nicht ablegen
  • Schmales Produktdesign und angenehm zu tragen
  • Lieferumfang: vivofit 3, Bedienungsanleitung

Design und Handhabung

Garmins Armband ist bei diesem Modell austauschbar und somit bleibt Interessenten ein großer Spielraum bei der Wahl der bevorzugten Farben. Die Gummioptik der Standardversion trägt dick auf und daher kein passendes Accessoire für die elegante Abendgarderobe, sitzt aber dafür sehr komfortabel am Handgelenk und ist recht unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen. Als modische Ausweichmöglichkeit gibt es auf dem Markt Armbänder mit deutlich hochwertigerem Erscheinungsbild.

Das technische Herz wird einfach mittig in die dafür vorgesehene Mulde platziert. Dabei schmiegt sich das weiche Silikon sofort um das Gehäuse und hält dieses fest in seiner Position. Haptisch geht soweit alles in Ordnung, zudem ist die Oberfläche mit einer griffigen Struktur versehen. Garmin überarbeitete außerdem das nun leicht geschrumpfte Display. Dieses ist nun nicht mehr horizontal, sondern vertikal ausgerichtet und daher leichter abzulesen – auch wenn dies sicher eine Frage der Gewohnheit ist.

Auf Tauchstation bewährt sich der stabile Tracker ebenfalls auf beeindruckende Weise. Bis zu 50 Meter (5 ATM) unterhalb der Wasseroberfläche dürfen Wassersportler ihren elektronischen Begleiter Gassi führen. Duschen oder ein entspannendes Vollbad gehören selbstredend dazu und somit ist das Wearable ein echter Allrounder in Sachen Robustheit.

Markenzeichen der Vivofit-Serie ist inzwischen auch der ungewöhnliche Verschluss des Armbandes. Dort erwartet Anwender keine klassische Dornschließe. Stattdessen existieren drei Plastiknoppen zum Festdrücken in die vorhandenen Stelllöcher. Diese lassen sich mittels eines kleinen Rädchens um 90 Grad drehen und verhindern so, dass sich der Fitness Tracker während des nächsten Lauftrainings verselbstständigt.

Gut: Gravierende Schwächen offenbart das Display während des Tracker Tests keine. Unter Sonneneinstrahlung und auch in Innenräumen haben Sportler stets einen perfekten Blick auf aktuelle Messungen. Nur bei sehr lichtschwacher Umgebung nimmt die Lesbarkeit geringfügig ab. Ein großer Knopf am unteren Rand des Bildschirms dient zum Umschalten zwischen den einzelnen Modi: Uhrzeit und Datum, zurückgelegte Schritte, ausstehende Schritte, Kalorien sowie Intensitätsminuten. Frei nach Belieben dürfen Nutzer hier auch übrigens zwischen fünf Vorlagen für die Uhranzeige wählen. Ein längerer Druck initiiert eine Stoppuhr, die auch die derzeitige Aktivität aufzeichnet.

Bei Bedarf verhilft ein Splitscreen zu etwas mehr Flexibilität und lässt Zeitanzeigen permanent aktiviert. Außergewöhnlich fällt die Haltbarkeit der Leistungsreserven aus. Energiemangel kommt bei diesem Gerät praktisch nicht vor. Die verwendeten Energiezellen halten bis zu einem Jahr, bevor diese gleichwertigen Modellen Platz machen müssen. Damit ist ein äußerst langer und entspannter Betrieb auch auf ausgiebigen Reisen jederzeit garantiert.

Sport mit intelligenter Automatik, aber ohne Smart-Features

Garmin vivofit 3

Als zuverlässige Erinnerung, die eigenes Fitness nicht zu sehr zu vernachlässigen, taugt das Sportarmband auf jeden Fall. Notfalls meldet sich der Inaktivitätsalarm zu Wort und macht an zu lange Zeitspannen der Bewegungslosigkeit aufmerksam. Kompromisse wegen des günstigen Preises sind vor allem bei modernen Smart-Features zu finden. Im Gegensatz zu teuren Konkurrenten gibt es hier von Smartphone-Interaktion keine Spur. Natürlich bleibt die Synchronisation mit der App, um die gesammelten Datenbestände auch optisch ansprechend zu präsentieren.

Aber Meldungen bezüglich eingehender Nachrichten, Emails oder Anrufen sind schlicht nicht vorhanden. Unter den Menüs existiert zwar ein Reiter für die Pulsfrequenz, allerdings gehört dieses Feature nicht zu den nativen Fähigkeiten des Garmin Vivofit 3. Dafür lässt es sich mit Brustgurten aus eigenem Hause paaren und übernimmt die Werte automatisch in die interne Statistik auf.

Dank der automatischen Tagesziele dürften vor allem für Gelegenheitssportler ihre Motivation aufrechterhalten, die noch keine feste Routine entwickelt haben – eine interessante Zugabe. Abhängig vom persönlichen Entwicklungsstand erinnert der Fitness-Tracker an noch zu entrichtende Anstrengungen und plant bereit die nächsten Meilensteine im Voraus.

Garmin Move IQ kennt neben reinen Rennaktivitäten auch andere Sportarten wie Radfahren, Crosstrainer oder Schwimmen. Aufgrund des simplen, technischen Fundamentes sind diese Zugaben jedoch nur mit Vorsicht zu genießen und liefern zumindest ohne Zubehör für die Pulsmessung kaum brauchbare Werte.

Zum Datenabgleich dient die renommierte Garmin Connect App, die bei Android, iOS und Windows-Phones gleichermaßen gut funktioniert. Zwar bleibt der Tracker weitestgehend unabhängig und kann auch entkoppelt prima genutzt werden, doch bestimmte Bereiche machen die Anwesenheit des Handys erforderlich. Nutzer sehen hier neben den Gesamtstatistiken auch die Schlafbewertung, können individuelle Tagesziele einprogrammieren oder sich zum kleinen Wettkampf unter Freunden verabreden.

Pedometer mit Synchronisations-Schluckauf und Schlafüberwachung

Um einige Werte möglichst realistisch einzuschätzen, benötigt der Fitness Tracker zunächst ein paar Angaben über die Person via App. Ohne eigene Herzfrequenzmessung müssen diese in Kombination mit dem Schrittzähler als tragendes Analysekriterium herhalten. Weder GPS noch Höhensensoren sind vorhanden. Das Niveau der Präzision liegt in etwa auf dem der Konkurrenz und somit im guten Mittelfeld. Negative Ausreißer gibt es selten zu beobachten und üben auf lange Sicht keinen nennenswerten Einfluss auf die Statistik aus.

Zudem besticht die Unterscheidung von echten Schritten und gewöhnlichem Armbewegungen durch eine erfreulich hohe Präzision. Garmins System scheint hier gegenüber anderen Einsteigerprodukten definitiv im Vorteil zu sein. Allgemein liegt Fokus der Analyse zweifelsohne auf den Laufsportarten. Besonders für das Schwimmen ist eher der Griff zu einem auf Wassersport optimierten Produkt ratsam.

Wer abseits schweißtreibender Übungen nach Möglichkeiten sucht, seine Fitness zu steigern, wird ebenfalls an der Schlafüberwachung großen Gefallen finden. Dabei sind keinerlei Einstellungen vonnöten, der Garmin Vivofit 3 übernimmt diese Aufgabe automatisch. Per akustischem Alarmsignal tritt dieser auch als Wecker im Morgengrauen seinen Dienst an. Eine Snooze-Funktion oder gar Vibrationsalarm gibt es dagegen nicht. ANT+ dient zusätzlich als Übertragungsprotokoll für PCs oder Laptops. Im Tracker Test zeigte die Synchronisation des Fitness-Trackers jedoch gelegentlich Probleme beim Verbindungsaufbau. Manchmal wird ein zweiter Anlauf notwendig. Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen, aber hier hätte der Hersteller Soft- und Hardware etwas besser aufeinander abstimmen können.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Garmin Vivofit 3

Vorteile:

  • Austauschbares Armband
  • Lange Akkulaufzeit
  • Connect via ANT+
  • Geringes Gewicht
  • Hohe Genauigkeit bei Schrittzähler und Distanzmessung
  • Wasserdicht bis 50 Meter
  • Always-On Display
  • Beleuchtetes Display

Nachteile:

  • Keine Vibration
  • Keine Smartwatch Features
  • Kein GPS
  • Kein Höhenmesser
  • Pulsmessung nur über Brustgurt

Fazit vom Garmin Vivofit 3

Ein attraktiver Preis und eine gute Ausstattung machen den Vivofit zu einem interessanten Kandidaten im Tracker Test für Neueinsteiger. Die Batterie des Fitness Trackers besitzt Reserven über das ganze Jahr hinweg und dank des permanent aktiven Displays ist der Tracker zudem auch als einfache Uhr bestens zu gebrauchen.

Smart-Funktionen spendiert der Hersteller erst höheren Modellen in seinem Portfolio. Primäre Zielgruppe dürften somit Personen sein, die auf möglichst einfache Art nur ihre Schritte überwachen möchten und zudem ein robustes sowie langlebiges Gerät suchen.

Außerdem noch Bemerkenswert ist die Schlafüberwachung sowie die gute Automatikfunktion und Erweiterbarkeit mit Garmin-Brustgurten zur Pulsmessung. Besitzer des Vivofit 2 bekommen indes relativ wenig Neuerungen geboten und sollten sich daher den Wechsel gut überlegen.

Garmin Vivofit 3
282 Bewertungen
Garmin Vivofit 3
  • Fitness-Tracker mit energiesparendem, hochauflösendem Display mit verschiedenen Displaydesigns und einem Jahr Batterielaufzeit
  • Fitnessarmband mit 24/7 Anzeige von Schritten, Kalorienverbrauch, Distanz, Datum, Uhrzeit und personalisierten Tageszielen
  • Wasserdicht bis 5 ATM (entspricht dem Prüfdruck unter 50 m Wassertiefe) - selbst beim Schwimmen müssen Sie die vivofit nicht ablegen
  • Schmales Produktdesign und angenehm zu tragen
  • Lieferumfang: vivofit 3, Bedienungsanleitung