Garmin Vivosmart HR+


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Vivosmart HR+

Garmins überarbeiteter Vivosmart HR+ kommt mit neuen Extras daher. Endlich ist der fitnessorientierte Alltagsbegleiter völlig auf sich allein gestellt und misst mit internem GPS-Modul jeden zurückgelegten Meter und die genaue Wegstrecke.

Neben dem schon sehr rund wirkendem Funktionsumfang der „plusfreien“ Variante ergänzen neue Programme wie Move IQ oder der Running-Modus den sportlichen Allrounder.

Rechtfertigen die Upgrades im Tracker Test einen Umstieg auf den Vivosmart HR+ oder stellen die Änderungen nur einen Kaufanreiz für absolute Neueinsteiger dar?

 

 

info

Garmin Vivosmart HR+ im Test

Garmin Vivosmart HR+
163 Bewertungen
Garmin Vivosmart HR+
  • Fitness-Tracker mit Garmin Elevate (24/7 Herzfrequenzmessung am Handgelenk) und GPS-Sensor
  • Sportuhr mit Running-Funktionen (misst Entfernung, Geschwindigkeit, Bestleistung und verfügt über Gehen-/Laufen-Modus und Virtual Pacer)
  • Anzeige von Smart Notifications: Benachrichtigungen vom Smartphone wie Anrufe, Nachrichten und mehr, direkt am smarten Armband
  • Akkulaufzeit von bis zu 5 Tagen (ohne GPS) oder bis zu 8 Stunden (mit GPS)
  • Lieferumfang: vívosmart HR+, USB-Ladekabel/Datenkabel, Bedienungsanleitung

Design und Handhabung

Garmins Fitness Tracker setzt ein besonderes Augenmerk auf Ausstattung sowie technische Finessen und weniger auf eine glanzvolle Optik. Zwar erweckt das Gehäuse mit Silikonarmband keineswegs einen billigen Eindruck, doch zu den edelsten Zeitgenossen seiner Art will es ebenfalls nicht gehören.

Dafür beweist es im Einsatz echte Nehmerqualitäten. Der Plastiklook geht nämlich mit sehr widerstandsfähigen Eigenschaften einher. Staub und auch Wasser der Zugang zur empfindlichen Elektronik effektiv verwehrt. So etabliert sich das Wearable besonders für echte Fitness-Freaks als zuverlässiger Freund auf sportlichen Ausflügen durch unwegsames Gelände, staubiges Klima und auf Tauchgängen in Schwimmbädern oder gar Binnengewässern. Laut offizieller Klassifikation sind sogar kurzfristige Erkundungen bis zu 50 Meter unterhalb der Wasseroberfläche möglich.

Äußerlich versucht der Fitness Tracker gar nicht erst den Eindruck zu erwecken, es handle sich hierbei um eine funktionell hochgezüchtete Armbanduhr. Unter modischem Gesichtspunkt teilen sich hier gewiss die Meinungen, das Design wird seine Für- und Gegensprecher erhalten. Garmin forciert bei diesem Sportgerät allerdings in erster Linie eine maximale Alltagstauglichkeit und bohrt das Anwendungsspektrum im Vergleich zu vielen Konkurrenten im gemäßigten Preissegment deutlich auf.

Der monochrome Touch-Bildschirm hat nach wie vor die gleichen Dimensionen (25,3 x 10,7 mm, 160 x 68 Pixel) wie beim Vorgänger und räumt seinen mehrere Zeilen überspannenden, aktuellen Fitnesswerten damit den notwendigen Freiraum für eine ordnungsgemäße Präsentation ein. Großes Plus: Die Leserlichkeit fällt allein anhand der großen Zeichengröße exzellent aus. Unter Sonnenschein trübt hingegen der Bildschirm etwas ein.

Auf dem Armband weicht die einst glatte Oberfläche nun einer Textur, die deutlich mehr Griffigkeit verspricht. Die Kerneinheit ist allerdings mit fast 2 cm Höhe relativ dick und wirkt daher leicht klobig. Abseits von lockerer Sportkleidung kann dies möglicherweise bei eng anliegender Kleidung durchaus für Unbequemlichkeiten sorgen.

Zur Erfassung des Pulses sitzt auf der Rückseite ein LED-Sensor in dreifacher Ausführung. Erhältlich ist der Tracker von Garmin in den Größen M-L (13,7 bis 19,3 cm) sowie XL (18 bis 22,4 cm). Farblich hält sich das Angebot jedoch in Grenzen: Neben dem schwarzen Standardmodell liefert der Hersteller noch lila und blaue Modelle als Alternative.

Unterhalb des Bildschirms ist noch ein einfacher Button angebracht, der neben der Touch-Steuerung zusätzliche Optionen bietet und die Kontrolle erleichtert. Mit fünf Tagen Betriebszeit fällt die Akkuleistung moderat aus – nicht schlecht, aber auch in keiner weise herausstechend zu anderen Anbietern. Mit aktivem GPS sinkt die Ausdauer rapide ab. Etwas neun Stunden bleiben dann insgesamt übrig.

Noch mehr Unterhaltung für noch mehr Fitness

Vivosmart HR+

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Laufen am laufenden Band: Mit den neuen Running-Modi dürften vor allem Langstreckenläufer Gefallen finden. Dieser misst nun Einzelabschnitte, notiert die Bestwerte und unterbreitet für die nächsten Anstrengungen passende Zielvorgaben. Der elektronische Begleiter macht es seinem Träger also nicht nur einfach, sondern fordert einen entsprechenden Leistungstribut ein.

Gleichzeitig liest der Tracker auch Distanzen, Schrittzahlen, Etagenhöhen und Geschwindigkeiten aus. Per App, die es für Android, Windows– und iOS-Systeme gibt, lassen sich dabei auch individuelle Ziele definieren. Ein sich langsamer Fortschrittsbalken visualisiert die sich anbahnende Rüge für Bewegungsmuffel. Erfolgreich abgeschlossene Etappen honoriert das Gerät im Tracker Test dagegen mit einer gemäßigten Vibration. Mehr Anlass zur Motivation für den Griff zum persönlichen Rekord gibt es also genug.

Der Herzsensor läuft im Tracker Test zu recht akkurater Form auf, kommt aber nicht ganz an die Präzision von Brustgurten heran. Da diese ohnehin nicht mit dem Garmin Vivosmart HR+ zusammenarbeiten, haben Sportler zur Kontrolle ihrer Fitness in diesem Falle keine andere Wahl, als auf die Resultate ihres Fitness-Trackers zu vertrauen.

Spitzenwerte liefert es jedoch beim Abzählen von Schritten und Distanzen. Hier gibt es keine nennenswerten Ausreißer festzustellen. Aber auch durch den restlichen Tag hinweg ist eine permanente Kontrolle des Ruhepulses möglich. Dadurch ergeben sich wichtige Statistiken bezüglich des körperlichen Erschöpfungsgrades, der sich mit Hilfe der Schlafkontrolle sogar bis ins Schlafzimmer und in die tiefe Nacht durchleuchten lässt.

Unter höchster Belastung misst der Fitness Tracker zudem die Intensitätsphasen, die für gezielte Aufbausportler von gesondertem Interesse sind. Fortschritte lassen sich so statistisch besonders genau erfassen.

Smarter Alltagsbegleiter reicht die neusten Informationen durch

Wie wird eigentlich das Wetter? Die Einholung des aktuellsten Wetterberichtes gehört zur Grundübung eines jeden Freizeitsportlers. Doch manchmal schlägt das Wetter überraschend um oder schlicht aus Nachsichtigkeit wurde die letzte Warnung übersehen. Der Garmin Vivosmart HR+ hat für derlei Informationen eine eigene Funktion. Ereignisse, die sich oberhalb im Himmel zusammenbrauen könnten, entgehen so dem Anwender garantiert nicht.

Dank Move IQ erkennt der Fitness Tracker nun Aktivitäten vollständig von selbst und ordnet sie im Tracker Test den vorgegebenen Sparten zu. Damit diese nicht in endlosen und unübersichtlichen Minibestandsaufnahmen münden, muss die vermeintliche Sporteinlage für mindestens zehn Minuten aufrechterhalten werden. Erst danach schreibt er die Tätigkeit einer speziellen Sportart zu.

Automatische GPS-Unterstützung fehlt in diesem Modus jedoch, was ansonsten sicherlich der Energiereserve frühzeitig den Garaus machen würde. Die manuelle Bedienung per Start-Button bleibt damit für die vollständige Analyse langfristig gesehen immer noch unersetzlich. Durch das GPS-Moduls agiert das Armband unabhängig von den beliebten Smartphones, trotzdem ist eine Anbindung für die Nutzung der Smart-Funktionen durchaus sinnvoll.

Ständig auf drahtloser Kommunikation mit den Flachmännern leitet es die neusten Nachrichten aufs Display, darunter etwa E-Mails, eingehende Nachrichten oder SMS. Da Musik für viele untrennbar zur täglichen Sportpflichtübung gehört, baut Garmin hier auch einen Music-Player ein, mit der die musikalischen Datenbestände auf dem Smartphone durchgewählt werden können.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Garmin Vivosmart HR+

Vorteile:

  • Gute lesbares Display
  • Wasser und Staubdicht
  • Präzise Messgenauigkei
  • Multimedia Integration
  • Höhenmessung
  • Vibrationsalarm
  • Motivator

Nachteile:

  • Relativ dick
  • Armband nicht wechselbar

Fazit vom Garmin Vivosmart HR+

Nicht abstoßend genug für den Rang eines hässlichen Entleins und trotzdem auch kein stolzer Schwan – die Äußerlichkeiten spielen beim Garmin Vivosmart HR+ eben nur eine untergeordnete Rolle. Dafür setzt er auf eine gesunde Zusammenstellung aus pfiffigen Features und einer flüssigen Bedienung per Touch-Display in übersichtlichen Kategorien.

Praktische Auto-Funktionen ergänzen nun das neue HR+-Modell und dank GPS gibt es keine Lücken mehr im sportlichen Lebenslauf. Zusammen mit der guten Garmin Connect App legt der Hersteller ein umfassendes Motivationsprogramm auf dem Tisch. Für blutige Einsteiger ist dies möglicherweise bereits zu viel des Guten. Wer wirklich nur nach Basisfunktionen wie Schrittzähler, grob geschätztem Kalorienverbrauch und Distanzmesser Ausschau hält, kann bereits im Einsteigerbereich für deutlich unterhalb von 100 Euro fündig werden.

Fortgeschrittene Sportler und ambitionierte Hobby-Läufer finden in diesem Fitness-Tracker aber einen äußerst kompetenten Begleiter, der anspornt und informative Statistiken parat hält. Auch Tieftaucher dürfen beherzt zugreifen. Der Umstieg vom Vorgänger auf die Plus-Variante kann jedoch nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Nur wer das GPS als dringen notwendig erachtet und des Öfteren auf das Smartphone als Gepäck verzichten möchte, kommt um einen Neukauf nicht herum.

Garmin Vivosmart HR+
163 Bewertungen
Garmin Vivosmart HR+
  • Fitness-Tracker mit Garmin Elevate (24/7 Herzfrequenzmessung am Handgelenk) und GPS-Sensor
  • Sportuhr mit Running-Funktionen (misst Entfernung, Geschwindigkeit, Bestleistung und verfügt über Gehen-/Laufen-Modus und Virtual Pacer)
  • Anzeige von Smart Notifications: Benachrichtigungen vom Smartphone wie Anrufe, Nachrichten und mehr, direkt am smarten Armband
  • Akkulaufzeit von bis zu 5 Tagen (ohne GPS) oder bis zu 8 Stunden (mit GPS)
  • Lieferumfang: vívosmart HR+, USB-Ladekabel/Datenkabel, Bedienungsanleitung