Jawbone UP Move


Jawbone UP Move

Jawbone UP Move

Ausreichend Motivation für die regelmäßige Arbeit an der eigenen Fitness ist oft das Zünglein an der Waage für viele Hobbysportler.
Fitess-Tracker sollen daher trägen Gemütern auf die Sprünge helfen – doch zu welchem Preis? Der Jawbone UP Move verspricht ein interessantes Angebot zu sein: Schrittzähler, Schlafüberwachung, Kalorienverbrauch und eine mehr Spaß am schweißtreibenden Abrackern für nur ungefähr 20 Euro.
Kann ein Budget-Gerät als mobiler Coach für Fitness seiner Aufgabe im Tracker Test tatsächlich gerecht werden?

 

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Jawbone UP Move im Test

Design und Handhabung

Während andere Anbieter sich mit Edeloptik und Smart-Funktionen im hochpreisigen Segment gegenseitig zu überbieten versuchen, bietet dieser Fitness Tracker auch Motivation für schmale Geldbörsen. Dabei setzt dieser auf die gleiche Technologie wie sein Artverwandter, dem Jawbone UP24.

Optisch fällt die Wende hin zu einer Uhr ähnelnden Silikonhülle, in der sich das zentrale Steuerungselement befindet. Der erste Blick verrät: Hauptbestandteile sind Gummi und Plastik von der billigen Sorte. Irgendwelche Allüren wegen des offenbar nicht konkurrenzfähigen Phänotypen sind hier allerdings fehl am Platz. Das Design ist nicht durchgehend salonfähig und eckt optisch abhängig von Ort und Outfit sicher an.

Vielmehr handelt es sich um einen günstigen Türöffner, der Konsumenten den Umgang mit Fitness-Trackern näher bringen und bestehende Skepsis ausräumen soll. Den Tracker vertreibt Jawbone als einfachen Clip für die Hosentasche. Kostenpunkt: 16 Euro. Für etwa 25 € gibt es im Gesamtpaket dann gleich noch ein passendes Armband zum Tragen am Handgelenk.

Die Materialien unterscheiden sich nicht großartig und wirken in erster Linie zweckmäßig. Mit allen Wassern gewaschen ist das Gerät übrigens nicht und muss zum Duschen oder Schwimmen ausgezogen werden. Im Gegenzug ist das Leichtgewicht quasi nicht zu spüren und stellt haptisch keinerlei Belastung im Alltag dar. Was jedoch am meisten zu überzeugen weiß, ist die ausgesprochen lange Betriebszeit von bis zu sechs Monaten. Diese Eigenschaft für sich gesehen bedeutet gegen vergleichsweise kurzlebige Technikkolosse auf dem Markt in der Tat ein schlagkräftiges Kaufargument.

Die Kontrolle erfolgt über das zentrale Element, welches wie ein einziger Riesenknopf für unterschiedliche Modi kürzer oder länger gedrückt wird. Ein klassisches Display für Ziffern und Schrift existiert nicht. Dagegen leuchtet ein rotes LED-Männchen auf, um den aktivieren Laufmodus anzuzeigen. Mittels kreisrunder Leuchtspuren am Rande ist unter anderem Uhrzeit oder Fortschritt abzulesen – minimalistisch, aber effektiv.

Als einfacher Clip sitzt der Fitness Tracker bombenfest und hat auch bei intensiven Trainingsphasen zu Fuß keine Probleme mit dem Halt. Der Verschluss am Armband ist jedoch gewöhnungsbedürftig mit seiner seitlich abgeknickten Schließe für die vorhandenen Steckplätze. Erhältlich sind die Farben Schwarz, Lila, Rot, Gelb und Blau.

Basisfunktionen mit weiterführenden App-Details

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Jawbone UP Move

Zugegeben, ein Technikwunder ist das Gerät schon anhand seiner übersichtlichen Spezifikationen keineswegs. Immerhin kann der kompakte Fitness-Tracker durchaus mit praktischen Funktionen punkten. Sportliche Betätigung wird durch den Schrittzähler registriert. Zur individuelle Auswertung der Daten steht eine hauseigene App parat, die ihre Aufgabe ordentlich zu erfüllen weiß.

Für die drahtlose Anbindung zum Smart-Gerät greift das Gerät im Tracker Test auf Bluetooth 4.0 zurück. Seit Erscheinen des Fitness Trackers wurde an der Software zudem fleißig gearbeitet, so dass neben der Stammkundschaft aus Android-Kreisen nun auch Apple-Kunden die volle Vielfalt der Funktionalität für sich in Anspruch nehmen können. Besitzer von Windows-Phones gibt Jawbone im Tracker Test hingegen der Laufpass.

Ohne App-Support verkommt der Jawbone UP Move zu einem Körper ohne Seele, was die Sinnhaftigkeit des Gerätes in Frage stellt. Über zwei Graphen erhalten Sportler in der App sofort Rückmeldung über zurückgelegte Schritte und den eigenen Schlaf. Per News-Feed rieseln sogar die neusten Ergebnisse mit befreundeten UP-Trägern ein. Zusammen mit der täglichen Aufgabe dienen diese Informationen als effektiver Köder an der Angel, damit Anfänger nicht locker lassen und sich kontinuierlich um ihre Fitness bemühen.

Als Näherungswert darf auch der Kalorienverbrauch gesehen werden, der ohne Herzmessung nur mit Hilfe allgemeiner Angaben geschätzt wird. Einziger Fallstrick: Die Synchronisationsperformance zwischen App und Fitness Tracker scheint manchmal ungewöhnlich träge und zeigt sich hier nicht immer unbedingt von ihrer Schokoladenseite.

Nachtaktive Betreuung inklusive

Schlaf ist eine gesunde Angelegenheit, die leider nicht jedermann in ausreichendem Maße im Tagesablauf berücksichtigt. Während dem Verlauf einer Nacht ermittelt der Jawbone UP Move einzelne Details über die Qualität. Zum korrekten Start muss im Tracker Test der Nachtmodus zuvor manuell eingeschaltet werden. Kleine Bewegungen oder komplette Unterbrechungen während der Ruhe nimm das Gerät problemlos wahr.

Zusätzlich erfolgt eine Differenzierung zwischen leichtem Schlaf und der wichtigen Tiefschlafphase. Alleinstehend sind diese Werte recht unterhaltsam, aber noch nicht allzu aussagekräftig. Erst der direkte Abgleich mit anderen Nutzern über die App bringt Schwung in die Angelegenheit.

Anhand der eigenen Schlafgewohnheiten gibt es nützliche Tipps für einen verbesserten Tag-Nachtzyklus. Empfehlenswert bleibt für das Schlaf-Tracking das Armband, da die Genauigkeit mit einem Clip am Pyjama sicherlich leiden würde. Konkurrenten wie der FitBit Zip bieten diese Funktionalität gar nicht an.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Jawbone UP Move

Vorteile:

  • Schrittzähler
  • Schlaftracker
  • Geringes Gewicht mit 6,8 Gramm
  • Als Uhr verwendbar
  • Beschleunigungssensor

 

Nachteile:

  • Kein Höhenmesser
  • Kein Touchscreen
  • Nicht Wasserdicht
  • Ohne Display
  • Keine Pulsmessung

Fazit vom Jawbone UP Move

Dieser Tracker heimst ohne Zweifel eine Menge Sympathie durch den niedrigen Einkaufspreis und die damit einhergehende Beseitigung der finanziellen Hemmschwelle für den Erstkontakt ein. Wirtschaftlich sowie von der Bedienung ist das Gerät ein äußerst zugängliches Produkt.

Mittels Clip oder Armband kann er je nach eigenen Vorlieben am Körper getragen werden. Zusätzlich verbindet er sich mit gängigen iOS- und Android-Systemen. Dank der guten App und einer extrem ausdauernden Lebensspanne der wechselbaren Batterien fällt die regelmäßige Nutzung absolut komfortabel aus.

Nur echte Wasserratten dürften wegen der fehlenden Abdichtungen Abstand nehmen. Das gilt leider auch für anspruchsvolle Personenkreise, die großen Wert auf die Optik legen. Das Design von Jawbone wirkt allgemein recht billig, so dass der Tracker teils wie ein günstiges Silikonspielzeug aus dem Spielzeugladen wirkt.

In dieser Kategorie gibt es deutlich sportlicher wirkende Accessoires. Der Funktionsumfang richtet sich an Einsteiger und Sparfüchse, kann aber den alles entscheidenden Charme eines motivierenden Fitness-Wearables durchaus einfangen.