Jawbone UP2


Jawbone UP 2

Der Fitness-Tracker Jawbone Up 2 geriet kurz nach Release schnell in Verruf wegen fehlerhaften Verschlüssen, Software-Problemen und Materialschwächen. Schon längst hat eine Revision den Markt erreicht und Käufern der Restbestände bietet der Hersteller Hilfestellung zur Problemlösung oder im Notfall einen direkten Austausch des Gerätes an. Der Preis wurde von einst über 100 Euro deutlich nach unten korrigiert und so kann der Fitness Tracker als attraktiver Preis-Leistungs-Brecher mit ungefähr 50 Euro immer noch als Brot-und-Butter-Wearable trotz fehlender Pulsmessung herhalten.

 

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Jawbone UP 2 im Test

Jawbone UP2
789 Bewertungen
Jawbone UP2
  • Dünner und schlanker Fitnesstracker; Mit einer Akkulaufzeit von einer Woche muss man ihn weniger aufladen und kann statt dessen besser leben
  • Der Smart Coach liefert Einblicke in die eigene Fitness und schlägt Aktivitätspläne vor, mit denen die gesteckten Ziele sehr viel schneller erreicht werden. Zeichnet Schritte, Trainingseinheiten sowie Schlafdauer und -qualität auf
  • Einfach Essen, Trinken, Kalorien und Nährstoffe im Auge behalten und mit der Lebensmittel-Punktzahl der UP App erfahren wie gut man sich ernährt
  • UP2 verwendet eine simple Vibration am Handgelenk, um morgens zu wecken oder tagsüber daran zu erinnern, dass man sich bewegt
  • Lieferumfang: Jawbone UP2 Schlaf-/Aktivitätstracker schwarz, Kurzanleitung, USB-Ladekabel

Design und Handhabung

Die aktuelle Version des populären Tracker-Herstellers besitzt ein deutlich filigraneres Armband mit ringförmigen Ende. Genau dort wird das gegenüberliegende Stück hindurchgezogen und mit einem neuen Metallverschluss absolut sicher festgezogen. Allgemein wirkt das Band elastischer und passt sich dem Handgelenk besser an. Im Kern bleiben die Ausstattungsmerkmale identisch, jedoch beseitigt Jawbone per Software-Update häufig kritisierte Schwachstellen. Insgesamt entspricht das Design einem eleganteren Ansatz und weicht der bisher massiveren Optik. Mit bloß 17 Gramm ist es im Tracker Test ein echtes Federgewicht und erinnert von den Maßen eher an einen Hybrid zwischen den Serien UP3 und UP Move.

Auf ein Display zu Unterhaltungs- und Informationszwecken wurde typisch für die Reihe verzichtet. Bisher dienten zwei LEDs als Orientierungspunkt, ob gerade Aktivität- oder Schlafüberwachung aktiv laufen. Nun gibt es noch einen Dritten im Bunde, der mit grüner Farbe auf Textnachrichten oder Telefonanrufe des Smartphones hinweist – eine Art Smart-Notifications in minimalistischer Form.

Das Gehäuse des Trackers ist vor Spritzwasser geschützt. Regen und Händewaschen stellen kein Problem dar, lange Tauchgänge im Schwimmbad bleiben aber hingegen tabu. Zusätzlich reagiert die Oberfläche des Gerätes auf einfache Berührung. Mit einem Fingertipp konnte so ursprünglich zwischen Sportmodus und Schlafüberwachung gewechselt werden. Leider gestaltete sich dieser Prozess hin und wieder als recht mühselig, da der Kontakt mit dem Finger manchmal schlicht ignoriert wurde. Diese kleinen Stolpersteine gehören nun glücklicherweise der Vergangenheit an.

Der Fitness Tracker wählt nun automatisch den passenden Modus aus. Im normalen Betrieb reichen die Reserven des Akkus für etwa sieben Tage aus. Dann wird eine Ladung mit dem proprietären sowie lächerlich kurzen Ladekabel fällig – eine Unsitte, die bei vielen Herstellern momentan üblich zu sein scheint. Die Dauer beläuft sich hierbei auf ungefähr 100 Minuten.

Hinweis: Optisch ähneln sich der erste UP2 und UP3 sehr. Während Jawbone den Verschluss der dritten Generation nur überarbeitet, weist die Revision des Vorgängers eine komplett neues Armband auf.

Hauptsächlich Standardfunktionen, die von Jawbone gut serviert werden

Wer einen kleinen Anreger für die ersten Sportübungen sucht, benötigt nicht zwangsläufig ein Mittelklassengerät zur Überwachung der eigenen Fitness. Dieser Fitness Tracker bietet keinerlei Features, die jenseits der 100 Euro-Grenze sich hoher Beliebtheit erfreuen. Unterwegs müssen Wanderer und Läufer auf GPS-Support verzichten. Auch die Interaktion mit dem Smartphone geht abgesehen von der Synchronisation der Datenbestände via Bluetooth 4.0 LE und der grünen LED gegen null. Der Tracker verhält sich also durchgehend zurückhaltend und ist ein äußerst schweigsamer Zeitgenosse.

Anhand des technischen Innenlebens und der übersichtlichen Optionen wird schnell klar: Hier wird Standarkost angeboten. Schritte werden gezählt, die Fehlertoleranz liegt im üblichen Bereich und zeigt keine harschen Abweichungen an. Zusätzlich erfolgen noch Schätzungen der Distanzen und des Energieverbrauchs in Kilokalorien. Doch ist nicht auch die Umsetzung und Anbindung mit der zugehörigen App der entscheidende Faktor für den erhofften Motivationsschub? Genau hier kann das Sportarmband trotz der katastrophalen Erstgeburt Boden gegenüber vielen Konkurrenten gut machen.

Als kleines Extra wacht das Gerät über den Schlaf seines Besitzers. Jedoch lässt sich aus der Statistik nur herauslesen, ob der schlummernde Körper relativ ruhend oder eher nervös im Bett verweilt. Hier lauern auch potenzielle Fehlerquellen: Wache, auf dem Bett liegende Personen können zum Beispiel die Erkennung in die Irre führen. Für Anfänger dürfte dies aber durchaus einen zuweilen unterhaltsamen Mehrwert bieten. Mittels langsam ansteigendem Vibrationsalarm kann sich der Träger zu jeder Wunschzeit wecken lassen. Die Konfiguration hierfür obliegt allerdings der Smartphone-App. Per Smart-Sleep geht es noch eine Stufe sanfter: Hier versucht das Wearable nur außerhalb von Tiefschlafphasen den Alarm auszulösen und lässt sich hierfür bis zu 30 Minuten Zeit, den richtigen Zeitpunk abzuwarten.

Motivierende Jawbone-App ist das Ass im Ärmel

Das wahre Highlight verbirgt hinter all den technischen Details: Die hauseigene UP by Jawbone-App (lila Variante) für Android und iOS sorgt für den eigentlichen Spaß und ist angesichts fehlender Anzeigen ohnehin für Nutzer unverzichtbar. Wirklich ansehnlich ist die Gestaltung und Aufteilung der Statistiken: Bunte Farben sowie klare Strukturen in einem locker-fröhlichen Stil laden das Auge geradezu zu einer Erkundungstour durch die neusten Messwerte ein.

Nach wenigen Tagen fängt die App an, seinen Besitzer zu schmeicheln und hält nützliche Ratschläge für zukünftige Trainingsaktivitäten parat. Die kleinen Textpassagen und Auszeichnungen sind wie das Salz in der Suppe und holen so garantiert auch ausgepowerte, zweifelnde Anfänger aus ihrem persönlichen Tief. Apropos Stimmung: Auch für den Gemütszustand und die Nahrungsgewohnheiten existieren eigenständige Sparten. In Gruppen schwitzt es sich außerdem bekanntlich leichter: Aus diesem Grund erlaubt die App auch die virtuelle Zusammenkunft von Freunden und Bekannten, um gemeinsam oder gegeneinander die nächsten Sportetappen in Angriff zu nehmen. Für diesen Anlass gibt es Punktetabellen, die den aktuellen Stand des Kontrahenten übertragen.

Hinzu kommt noch das reichhaltige Angebot von Drittanbietern, die mit eigenen Apps die Funktionalität ergänzen.
Zusammengefasst: So macht Fitness Laune.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Jawbone UP 2

Vorteile:

  • Automatische Aktivitätserkennung
  • Schlafzyklusmessung
  • Wecker
  • Drahtlose Synchronisierung
  • Geringes Gewicht (17 Gramm)
  • Akku bis zu 7 Tage
  • Spritzwasser geschützt
  • Beschleunigungssensor
  • Mahlzeiten-Protokollierung via App
  • Unauffällig und stylish

Nachteile:

  • Kein GPS
  • Keine Pulsmessung
  • Kein Dispaly
  • Kein Gyrosensor
  • Kein Höhenmesser

Fazit vom Jawbone UP 2

Jawbone zeigte sich bereit, auf die berechtigte Kritik zu reagieren und verhalf durch den Refresh dem ehemals totgeglaubten Fitness-Tracker der UP2-Reihe zu neuem Leben. Mit dem deutlich verbesserten Verschluss und der immer noch exzellenten App gibt das Wearable nun endlich ein insgesamt recht positives Bild im Tracker Test ab. Grund dafür dürfte auch der vergleichsweise günstige Preis von ungefähr 50 Euro sein.

Die Guten Seiten: Einfache Basisfunktionen werden nun vollautomatisch vom Tracker ausgeführt, Schlafüberwachung als Bonus und der neumodische Look runden das Angebot ab. Sportler, die ohne Umwege Zugriff auf aktuelle Werte haben möchten, vermissen allerdings das eingesparte Display. Echte Kontrollfreaks sind also zur Mitnahme des Smartphones gezwungen. Wer Überwachung der Herzrate wünscht, muss zum Nachfolgemodell UP3 greifen oder seine Augen zur Konkurrenz wie dem Fitbit Charge HR abschweifen lassen.

Jawbone UP2
789 Bewertungen
Jawbone UP2
  • Dünner und schlanker Fitnesstracker; Mit einer Akkulaufzeit von einer Woche muss man ihn weniger aufladen und kann statt dessen besser leben
  • Der Smart Coach liefert Einblicke in die eigene Fitness und schlägt Aktivitätspläne vor, mit denen die gesteckten Ziele sehr viel schneller erreicht werden. Zeichnet Schritte, Trainingseinheiten sowie Schlafdauer und -qualität auf
  • Einfach Essen, Trinken, Kalorien und Nährstoffe im Auge behalten und mit der Lebensmittel-Punktzahl der UP App erfahren wie gut man sich ernährt
  • UP2 verwendet eine simple Vibration am Handgelenk, um morgens zu wecken oder tagsüber daran zu erinnern, dass man sich bewegt
  • Lieferumfang: Jawbone UP2 Schlaf-/Aktivitätstracker schwarz, Kurzanleitung, USB-Ladekabel