Jawbone UP3


Jawbone UP 3

Bildschirme und Hightech-Innereien sind Fluch und Segen bei Fitness Trackern zugleich, bringen sie doch tendenziell kurze Laufzeiten und gelegentlich eine eher unpässliche Optik mit sich. Mit dem JawBone Up3 versucht der Hersteller edles, dezentes Design und ein längere Laufzeit miteinander zu kombinieren. Das wohl wichtigste Feature gegenüber dem Vorgänger im Tracker Test: Bioimpedanz soll neue Möglichkeiten der Analyse mit sich bringen und ist ein deutlich anderer Ansatz, als ihn viele Mitbewerber derzeit nutzen.

 

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Jawbone UP 3 im Test

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Jawbone UP3
2.354 Bewertungen
Jawbone UP3
  • Fortschrittliches Aktivitäts/Schlaftracker-Armband für Apple iOS und Android
  • Erkennt den Zeitpunkt, in dem Sie einschlafen, und bietet erweiterte Schlafverfolgung - REM, leichter Schlaf, Tiefschlaf
  • Überwacht Ihre Herzfrequenz im Ruhezustand - ein Frühindikator für den allgemeinen Gesundheitszustand
  • Mit der Zeit erkennt und erfasst UP Ihr Training und Ihre Aktivitäten für einfache Analysen
  • Lieferumfang: Jawbone UP3 Bluetooth Aktivitäts/Schlaftracker-Armband schwarz, USB-Ladekabel

Design und Handhabung

Um unnötiger Verwirrung bei diesem Tracker vorzubeugen: Den Jawbone UP 3 gibt es in zwei Versionen, wobei die jüngere versucht seinem auf dem Markt kurzlebigen Blutsbruder einige Kinderkrankheiten auszutreiben. Die Reaktion des Herstellers schien nur zu verständlich, waren die Armbänder nicht wirklich stabil und der Verschluss löste sich gerne bei intensiverem Körpereinsatz von alleine. Inzwischen kann diesbezüglich teilweise Entwarnung gegeben werden. Der Schließmechanismus sitzt nun fester, wirkt aber nach wie vor nicht optimal und verlangt seinem Nutzer unnötig viel Fingerspitzengefühl beim An- und Ausziehen ab.

Weiterhin schwört Jawbone auch hier das traditionelle Konzept der Serie, ohne Bildschirm oder allzu intensive Smartphone-Interaktivität auszukommen. Das Gerät soll möglichst unbemerkt und permanent seine Träger auf Sportausflügen begleiten. Das Gummiarmband gewinnt äußerlich bis hin zum Zentrum an Umfang und beherbergt dort eine Touchfläche mit mehreren LED-Lampen, die zur Kontrolle und der Rückmeldung dienen. Mittig ist die Fassung aus Aluminium gefertigt. Allgemein ist das Gerät ein rechtes Leichtgewicht und zudem im Verhältnis zu Mitbewerbern ausgesprochen schlank. Dank eines verschiebbaren Metallverschlusses passt das Gerät an Handgelenke von 140 bis 190 mm Durchmesser an. Der ehemals schnell sich lockernde Verschluss torpedierte an dieser Stelle leider immer wieder die Aufzeichnung der Herzrate. Eine exakte Analyse der individuellen Fitness war so kaum realistisch.

Glücklicherweise unterliegt der Nachfolger – wie bereits erwähnt – nicht dieser Problematik. Auf der Rückseite sitzen Pins für das magnetische Ladekabel, das deutlich zu kurz ausfällt und daher in der Handhabung als störend empfunden werden kann. Zusätzlich an den Bandsträngen befinden sich goldene Kontaktflächen des Impedanzsensors. Durch Antippen erhalten Anwender mittels LED-Leuchten Aufschluss über derzeitige Modi wie etwa Schlafüberwachung durch einen blauen Mond oder Aktivitätstracking durch einen orangenes Männchen. Der Wechsel zwischen beiden Voreinstellungen gelang zuvor nicht immer ohne mehrmaliges Versuche.

Dank eines Firmware-Updates gehört dieser störende Makel jedoch der Vergangenheit an. Automatische Auswahl des angebrachten Modus erspart so den manuellen Eingriff durch den Nutzer. Das Sportarmband kann also weitestgehend unter der Woche ignoriert werden. Zusätzlich gilt das Gehäuse als wasserabweisend, was aber noch keiner Eignung für den Gebrauch im Schwimmbad gleichkommt. Nach etwa 7 Tagen benötigt der Akku des Trackers einen frischen Schwung an Energie – ein guter Wert im Tracker Test, der aber dem wohl auch eher selten zum Einsatz kommenden Impedanzsensor geschuldet ist.

Gute App-Kompatibilität und in der Praxis kaum Veränderung

Herzfrequenzmessung ist diesmal mit von der Partie, wird mit Blick auf die Hauptkonkurrenten mit der vergleichsweise exotischen Bioimpedanz ausgemessen. Trotz der augenscheinlichen Innovation bleibt hier der Fitness-Tracker klar hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Ermittlung erfolgt nur im Ruhezustand in zu langen Abständen und dient primär mittels kleiner, analytischer Nadelstiche zur Überwachung der Herzgesundheit. Auch hier kann ein Firmware-Update zu kontinuierlicheren Checks weiterhelfen. Dann werden immerhin alle 10 Minuten Werte ausgelesen. Während der Ausübung von Sport bleibt diese allerdings weiterhin nutzlos und schiebt die Messung bis zur Einstellung der Aktivität auf. Immerhin profitiert die Schlafüberwachung von diesem Feature, welche nun genauen Aufschluss über Tiefschlafphasen und körperliche Ruhezeiten gibt.

Zusätzliche Features durch die Bioimpedanz müssten also vom Hersteller nachgereicht werden, doch die Aussichten darauf scheinen momentan eher schlecht. Was bleibt sonst noch übrig? Schrittzähler, Ermittlung des Kalorienverbrauchs und natürlich Distanzen gehören hier zum Analysespektrum. Ein Inaktivitätssignal durch Vibration soll gemütliche Zeitgenossen zu etwas mehr Bewegung aufmuntern.

Neben den reinen Schritten versucht der Fitness Tracker den momentanen Aktivitätsstatus wie schnelles Rennen automatisch zu erkennen. Dafür veranschlaft das Sportarmband einen Zeitraum von etwa fünf Minuten. Für die kabellose Synchronisation der gesammelten Daten nutzt der Fitness-Tracker Bluetooth-Anbindung ans Smartphone. Hierbei werden Android und iOS-Systeme unterstützt.

Innerhalb der App sind alle Statistiken in einem gut durchdachten Format einsehbar: Schritte, Schlafphasen, Kalorien, Distanzen und Mahlzeiten werden hier unter anderem angezeigt. Auch Vorschläge für Tagesziele und Hinweise für eine ausgewogene Ernährung sind darin untergebracht. Hier lässt sich auch die Weckfunktion in vier Stufen konfigurieren, die ruhende Personen möglichst nur während leichten Schlafes mit Vibrationen die Augen öffnet. Dies geschieht bis zu einer halben Stunde im Voraus und ist abhängig von der tatsächlichen Schlafphase des Anwenders. Ansonsten bietet das Programm nützliche Informationen von anderen Anwendern aus der Community und ermöglicht auch die Verabredung zu sportlichen Wettkämpfen. Herausragend ist auch die Kompatibilität mit anderen Jawbone-Apps für Smartphones, Smartwatches und Programmen dritter Anbieter. Allerdings gibt es inzwischen zahlreiche Spekulationen, ob die zukünftige Stellung der App auf diesem Gebiet weiterhin als gesichert angesehen werden kann.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile vom Jawbone UP 3

Vorteile:

  • Geringes Gewicht 29 Gramm
  • Inaktivitätssignal
  • Schlafzyklysmessung und intelligenter Wecker
  • Bluetooth-Anbindung
  • Schrittzähler
  • Kalorienverbrauchsmessung
  • Herzfrequensmessung
  • 7 Tage Akkulaufzeit
  • Spritzwassergeschützt
  • Unauffällig beim Tragen
  • Drahtlose Synchronisierung

Nachteile:

  • Kein Höhnemesser
  • Armband nicht wechselbar
  • Kein Gyrosensor
  • Kein Touchscreen
  • Keine Multimedia-Anbindung
  • Kein GPS

Fazit vom Jawbone UP 3

JawBone Up 3 richtet sich klar an Einsteiger, die für zur Steigerung der Fitness einen handlichen Motivationsschub benötigen. Das mag zwar angesichts von fortgeschrittenen Features wie Pulsmessung zunächst irritierten, aber typische Funktionalität wie bei hochwertigeren Mitbewerbern ist leider nicht gegeben. Hinzu kommen ärgerliche Designscheidungen beim Verschluss, wodurch die Handhabung im Tracker Test unnötig kompliziert ausfällt.

Ein Fortschritt gegenüber der ersten Version des Gerätes ist zwar zu verzeichnen, hätte aber durchaus stärker ausfallen können. Über diese Schwachpunkte kann die eigentlich recht schmucke Optik nur mäßig kaum hinwegtäuschen. Anfängliche Probleme mit der Software wurden immerhin teils per Firmware-Update vom Hersteller behoben.

Automatische Schlafüberwachung und ein verbesserter Zugriff zwischen den Tracking-Einstellungen machen immerhin einige Punkte gut. Toll sind hingegen die Smart-Coach-Optionen des Trackers und der vorzügliche Support für dritte Anbieter. Mit dem Vorläufer, dem Jawbone UP 2, dürften jedoch viele Käufer die bessere Investition tätigen, solange die Pulsmessung in der Auswertung eher stiefmütterlich behandelt wird. Ähnliche Funktionalität mit höherer Präzision gibt es bei Konkurrenten wie dem FitBit Charge HR, der allerdings ein wenig teurer ausfällt.

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Jawbone UP3
2.354 Bewertungen
Jawbone UP3
  • Fortschrittliches Aktivitäts/Schlaftracker-Armband für Apple iOS und Android
  • Erkennt den Zeitpunkt, in dem Sie einschlafen, und bietet erweiterte Schlafverfolgung - REM, leichter Schlaf, Tiefschlaf
  • Überwacht Ihre Herzfrequenz im Ruhezustand - ein Frühindikator für den allgemeinen Gesundheitszustand
  • Mit der Zeit erkennt und erfasst UP Ihr Training und Ihre Aktivitäten für einfache Analysen
  • Lieferumfang: Jawbone UP3 Bluetooth Aktivitäts/Schlaftracker-Armband schwarz, USB-Ladekabel