Polar M400


Polar M400 Tracker

Ein faires Angebot und ein zuverlässiger Fitness-Coach für Laufbegeisterte? Die Sportuhr Polar M400 vereint Merkmale einer GPS-Uhr mit denen eines klassischen Fitness-Trackers. Damit untersucht diese laut Hersteller nicht nur rund um die Uhr die körperliche Aktivität, sondern kann auch Schlafanalysen durchführen und mit Brustgurten die Herzgesundheit überwachen. Leidenschaftliche Läufer und Einsteiger sollen mit diesem GPS-Hybrid gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Der Tracker Test klärt über die wichtigsten Funktionen auf.

 

info

Polar M400 im Test

POLAR Trainingscomputer M400
1.537 Bewertungen
POLAR Trainingscomputer M400
  • Schlanker und leichter Trainingscomputer mit integriertem GPS
  • Kompatibel mit den Polar Bluetooth Smart Herzfrequenz-Sensoren
  • Aktivitätsmessung 24/7 und tägliches Aktivitätsziel
  • Detaillierte Analyse via Flow App und Flow Webservice
  • Hochauflösendes Display optimiert für den Gebrauch im Tageslicht

Design und Handhabung

Visuell kommt der Fitness Tracker in einem dezenten Retro-Look daher und hinterlässt einen recht kleidsamen Eindruck. Dennoch: Funktionalität und nicht etwa schicke eine Optik steht hier im Vordergrund. Das etwas klobige Gehäuse macht sich bei diversen Einzelübungen wie Liegestützen mit angewinkeltem Handgelenk unangenehm bemerkbar. Derlei Körperhaltungen werden zwar nicht unmöglich, aber leichte Einbußen hinsichtlich des Tragekomforts gegenüber eines schmaleren Fitness-Armband sind nicht von der Hand zu weisen.

Eine echte Augenfreude ist hingegen der große Bildschirm. Zahlen und Buchstaben sind nicht zu klein, der Kontrast liegt auf einem gesunden Level und auch bei Lichtreflexionen oder Dämmerlicht ändern sich diese positive Eigenschaften nicht. Die Darstellung erfolgt monochrom. Feine Details und bunte Farbspiele bleiben also außen vor. Auch lässt sich in dem Nutzerinterface keinerlei Anpassung vornehmen. Der Startbildschirm ist mit Uhrzeit und Fortschrittsbalken des Tagesziels festgelegt.

Sehr überzeugend ist die Verarbeitungsqualität des Fitness-Trackers. Auf der Rückseite des Gehäuses wertet robustes Edelstahl die Wertigkeit nochmals auf und dessen Anwesenheit dürfte besonders Allergiker erfreuen. An den Seiten sind insgesamt fünf kleine Tap-Knöpfe für die Navigation durch die Menüs untergebracht. Das Gummiarmband selbst liegt angenehm an und nimmt einiges an Strapazen hin, ohne dabei gleich Risse oder andere Materialschwächen zu offenbaren. Laut Hersteller darf der Fitness Tracker bis zu 30 Meter unter Wasser seine Arbeit verrichten. Damit unterliegt das Gerät praktisch keinerlei Einschränkungen anhand von Umwelteinflüssen in gemäßigten Klimazonen.

Ein wirklich großes Lob verdient sich Polar dank des Micro-USB-Steckplatzes, der mit einer kleinen Abdeckung vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt wird. Dieser vollstreckt gleich zweierlei Aufgaben: Synchronisierung mit PC oder MAC und dient ebenso als Schnittstelle für ganz gewöhnliche Standardladekabel von Smartphones. Solche Kabel sind heutzutage weit verbreitet und daher leicht aufzutreiben. Aus diesem Grund ist die recht kurzlebige Energiereserve mit maximal acht Stunden bei aktiviertem GPS auch kein nennenswertes Problem.

Brustgurt und GPS sind essenzielle Bestandteile des Sportprogramms

Polar M400 Tracker

Praktisch: Mit einem fünf Minuten andauernden Test bemüht sich das Gerät in regelmäßigen Abständen um die Bestandsaufnahme der Fitness seines Besitzers. Nach ein paar Übungen folgt unmittelbar eine Auswertung inklusive Ratschläge, wie stark die bisherigen Anstrengungen den Aufbau der sportlichen Belastbarkeit voran getrieben haben. Im Bereich der Herzfrequenzmessung hat Polar bereits intensiv Erfahrungen gesammelt und vertreibt daher eigene Gurte, die mit diesem Tracker (Polar H7) zusammen arbeiten. Dabei zwingt der Hersteller seine Kundschaft nicht in ein Korsett und erlaubt auch den Griff zu alternativen Anbietern, sofern diese mit dem notwendigen Bluetooth-Smart-Standard aufwarten können.

Im Basismodul ist der HR-Gurt nicht enthalten. Gegen einen Aufpreis von knapp 50 Euro wird er mitgeliefert. Gewiss hat ein optischer Pulssensor dem hier älteren Messverfahren einiges Voraus: Weniger Vorbereitungen sind notwendig, der Sensor ist immer mit dabei und auch der Tragekomfort fällt spürbar besser aus. Trotzdem gibt es noch keinen zuverlässigeren Ersatz im Bereich der Genauigkeit – zumal hier tatsächlich eine Überwachung der Herzfrequenz und somit der Herzgesundheit ermöglicht wird. Zudem lässt sich der Gurt sogar losgelöst im Verbund mit dem Smartphone nutzen, wenn der Tracker derweil an der Steckdose seine Energiezellen auflädt.

Ein weiteres Kaufargument dürfte das integrierte GPS sein, welches nur wenige Sekunden für den Verbindungsaufbau benötigt und im Anschluss eine beständigen Kontakt beibehält. Nett: Beim Start einer Trainingseinheit zeichnet die GPS-Funktion einen Startpunkt ein. Wer wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren möchte, erhält durch diese Markierung und Schützenhilfe eines Kompasses die notwendigen Informationen zur Wegfindung. Auf unbekanntem Terrain und in unübersichtlichen Städten kann dies durchaus hilfreich sein.

Erfreulich große Auswahl an Sportmodi und gelungenes Lauf-Tracking

In den Untermenüs entnehmen Läufer die aktuelle Zeit und den geschätzten Wert zum angepeilten Zielpunkt. Zusätzlich lassen sich einzelne Zwischenstationen definieren, um individuelle Abschnitte und die dazugehörigen Leistungen zu isolieren. Vermissen dürften einige Nutzer den stillen Alarm. So spart der Tracker im Tracker Test mit Benachrichtigungen für ausufernde Inaktivität und macht auch sonst bei ankommenden Smart-Notifications (Textnachrichten, Anrufe und Termine) sich nur visuell bemerkbar. Besonders bei der Aufrechterhaltung optimaler Herzraten während des Trainings wäre eine Rückmeldung des Gerätes beim Verlassen der definierten Zone sinnvoll. Hier hilft nur permanenter Blickkontakt für die Kontrolle – schade. Ansonsten bietet der Fitness Tracker einen reichhaltigen Funktionsumfang, der zudem 24 Stunden am Tag seiner Pflicht nachkommt. Schritte, Geschwindigkeit, Schrittlänge, Distanzen und Höhe werden permanent aufgenommen. Hinzu kommt die Einschätzung des Kalorienverbrauchs, der mit Brustgurt deutlich exakter ausfällt.

Außerdem gibt es separate Modi für Radfahrer, Schwimmer und natürlich den ambitionierten Ausdauersportler zu Fuß. Neben permanenten Checks der Fitness gibt es auch Einzelheiten über den eigenen Schlaf zu entnehmen, die leider noch relativ undifferenziert ausfallen. Darüber hinaus bietet die Profil-Sektion derzeit über 100 Sportarten, die Anwender für ihre nächsten Einsätze auswählen dürfen.

Noch ein paar Worte zum Aufbau der App: Diese ist grundlegend sehr ansprechend gehalten und ermöglicht Nutzern einen übersichtlichen Zugriff auf alle erfassten Datenbestände. Allerdings könnte etwas mehr Wettkampfgeist noch für mehr Motivation sorgen – Garmin ist hier mit seinen kleinen Online-Wettkämpfen einen Schritt voraus. Die Synchronisation mit PCs verlangt nach etwas mehr Geduld im Vergleich zu der Smartphone-App Polar Flow. Kompatibel sind dabei Android- und iOS-Phones, für Windows-Systeme gibt es nur Support auf normalen PCs via dem Flow-Webservice – dafür aber von Windows 10 bis hin zum Urgestein Windows XP.

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

 

Vorteile und Nachteile vom Polar M400

Vorteile:

  • eingebauter GPS-Empfänger
  • Höhenmesser
  • Beschleunigungssensort
  • Auswahl von 100 Sportarten
  • Wasserdicht bis 30 Meter
  • LCD-Display
  • Smart-Notifications (SMS, Termine, Textnachtichtetn)
  • Schlafzyklusmessung
  • Micro-USB Anschluß
  • Pulsmessung
  • Uhr
  • Anzeige des Kalorienverbrauchs

Nachteile:

  • Festes Armband
  • Kein Touchscreen
  • Akku nicht wechselbar

Fazit vom Polar M400

Für den täglichen und isolierten Einsatz für körperliche Aktivitäten scheint der Polar M400 eine ausgesprochen gute und günstige Wahl zu sein. Der Funktionsumfang stimmt, auch wenn die App nicht ganz so motivierend wie bei der Konkurrenz ausfällt. Wirklich gut sind die speziellen Lauffunktionen mit GPS wie etwa die verbleibende Zeit bis zum Eintreffen ins Ziel. Interessant ist auch die Kombination mit Brustgurten aus Polars eigener Herstellung oder von Drittanbietern mit Bluetooth Smart für insgesamt ca. 149€ (UVP 199€).

Vor allem angehende Läufer und Radfahrer dürften an diesem Angebot ihre wahre Freude haben. Wer es etwas kompakter, mobiler und moderner möchte, greift zu einem schmaleren Gerät mit Touch-Funktion und optischem Pulssensor. Allgemein liegt der UVP auf einem durchschnittlichen Niveau, der reale Marktpreis stellt derzeit jedoch deutliche Korrekturen in niedere Preisregionen in Aussicht.

POLAR Trainingscomputer M400
1.537 Bewertungen
POLAR Trainingscomputer M400
  • Schlanker und leichter Trainingscomputer mit integriertem GPS
  • Kompatibel mit den Polar Bluetooth Smart Herzfrequenz-Sensoren
  • Aktivitätsmessung 24/7 und tägliches Aktivitätsziel
  • Detaillierte Analyse via Flow App und Flow Webservice
  • Hochauflösendes Display optimiert für den Gebrauch im Tageslicht