Sony Smartband Talk SWR30


Sony Smartband SWR30

Sonys SmartBand Talk SWR30 gehört zu den eher einfachen Vertretern seiner Art – zumindest könnten Erscheinungsdatum im Jahr 2014 sowie der momentane Einkaufspreis (Februar 2017) von ca. 90€ dies vermuten lassen. Die Einbindung von umfangreichen Smart-Notifications und Bluetooth-Headset-Kontrolle für Mediaplayer bringen aber frischen Wind in das ansonsten durchschnittliche Tracking-Tool. Der Tracker Test wirft einen genaueren Blick auf Ausstattung und Funktionen.

 

info

Smartband Talk SWR30 im Test

Sony Smartband Talk SWR30
104 Bewertungen
Sony Smartband Talk SWR30
  • Lifelog-App für ein aktiveres Leben: Die Erlebnisse des Tages werden übersichtlich dokumentiert - egal ob Fotos, Wegstrecken, Musik, Schritte u.v.m.
  • Bequemes Call-Handling direkt vom Handgelenk aus - der SWR30 vibriert beim eingehenden Anruf und verfügt über ein integriertes Mikrofon und Lautsprecher
  • Design - der SWR30 hat intuitive Steuerungstechnologie, Spracheingabe und -ausgabe; navigiere benutzerfreundliche Menus und Funktionen durch leichtes Antippen
  • Wasserdicht nach IP68 und kompatibel mit Smartphones ab Android 4.4, der Tracker hat auch eine Akkulaufzeit von bis zu 3 Tage
  • Einfacher Stilwechsel - Das SmartBand Talk ist ein innovativer Aktivitätstracker mit austauschbarem Armband (Ersatzbänder nicht im Lieferumfang)

Design und Handhabung

In einer Hinsicht kann Sony im Vergleich zu vielen Mitbewerbern wirklich glänzen: Die Optik ist schlicht, aber gut. Ein echtes Schmuckstück sieht gewiss anders aus, doch das Gerät strahlt trotzdem eine gewisse Erhabenheit aus. Ein Mindestmaß an Eleganz ist dem Gerät in der Tat nicht abzusprechen. Der Kern der Hardware liegt in einem zentralen Plastikrahmen sicher verpackt, während zwei ansteckbare Armbänder mehr Wahlfreiheit bei der Farbe gewähren. Der Fitness-Tracker selbst ist nur in Schwarz oder Weiß erhältlich. Zusätzliche Bänder hingegen geben sich mit Rot, Blau, Pink oder Grün farbenfroher und somit variantenreicher. Die äußerst feine Textur auf der Oberfläche verleiht diesen zudem etwas mehr Griffigkeit. Allerdings bedeutet dies auch, dass sich auf Dauer leichter Schmutz in den feinen Rillen absetzt. Dank der wasserfesten Eigenschaften nach IP68-Standard dürfte die Reinigung jedoch keinen nennenswerten Aufwand nach sich ziehen. Bis zu 1,5 m unterhalb der Wasseroberfläche gehen nach Aussagen des Herstellers in Ordnung. Schwimmer werden damit also äußerst vorsichtig in ihrer bevorzugten Umgebung zu Werke gehen müssen. Wirklich realistisch ist ein Einsatz im Schwimmbecken eher nicht.

Der Verschluss basiert auf einem simplen Steckmechanismus. Auch wenn dieser etwas unsicher wirkt, zeigt er im Tracker Test keine ernsthaften Schwächen. Mit unter liegt das am geringen Eigengewicht des Trackers von nur 24 g, der sich haptisch wirklich exzellent ans Handgelenk anschmiegt. Das Display basiert auf der E-Ink-Technologie, misst 1.4 Zoll und kommt auf Anzahl von 296 x 128 Pixel. Bei Tageslicht sind Informationen mit einem spontanen Blick leicht zu erkennen. Anders verhält sich dies bei dämmerigen Licht. Es existiert keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung, was in schattigen Plätzen die Lesbarkeit stark beeinträchtigt. Immerhin dürfen Nutzer per App die monochrome Darstellung umkehren und Schrift in Weiß statt in Schwarz darstellen.

Sony setzt bei der Navigation auf eine Kombination von Touch-Funktionen und gewöhnlichem Drücken von Knöpfen. Einer reguliert die Lautstärke, der andere wechselt die einzelnen Modi am Bildschirm durch. Per Touch werden hingegen nur bestimmte Aktionen durchgeführt. Auf der gegenüberliegenden Seite kann das Ladekabel angeschlossen werden: Formfaktor Micro-USB – ohne unerwünschte Abwandlungen. Außerdem ergänzen Mikrofon und Lautsprecher die technische Grundausstattung. Nach drei Tagen ist Schluss und das Gerät muss an die Steckdose. Glücklicherweise warnt die Batterieanzeige im Voraus vor niedrigem Energiestand. Soll die Laufzeit etwas verlängert werden, empfiehlt sich der Stamina-Modus via Smartphone-Konfiguration, damit das Display nur auf ausdrücklichen Wunsch Daten anzeigt. Der Startpreis war 2014 bereits etwas hoch angesetzt. Inzwischen hat dieser sich quasi halbiert und macht den Fitness Tracker aus dem Hause Sony zu einem durchaus attraktiven Angebot.

Messwerte nicht immer akkurat

Sony smartband SWR 30

Auf dem Bildschirm sind die nötigsten Messwerte klar einsehbar. Dazu gehört die Uhrzeit, Anzahl der getätigten Schritte, Distanzen und wie viel Zeit überhaupt die körperliche Aktivität beansprucht. Eine sehr beliebte Funktion ist bei vielen Anwendern der Alarm. Bei diesem Fitness-Tracker rüttelt ein Vibrationsmotor den Träger wach und macht ihn so auf die wichtigsten Neuigkeiten aufmerksam. Das wären erreichte Tagesziele, ein Wecker oder auch eintreffende Smartphone-Nachrichten. Die Intensität ist auf einem sehr dezenten, aber ausreichendem Level angesiedelt. Chronische Schlafmützen lassen sich damit sogar ganz besonders sanftmütig zur frühen Morgenstunde die Augen öffnen. Während die Genauigkeit der Messungen in Aktion als akzeptabel angesehen werden kann, erlaubt sich der Fitness Tracker in einigen Bereichen manchmal handfeste Aussetzer. Fuchteln mit Armen werden gelegentlich als Schritte interpretiert. Offenbar strauchelt der Fitness-Tracker im Tracker Test auch mit der eindeutigen Differenzierung zwischen Laufen und Rennen. Klar ist auch: Ohne Pulsmessung fehlt ein wichtiger Wert für die korrekte Einschätzung diverser Details wie Kalorienverbrauch. Hier unterliegen die Angaben einer erhöhten Abweichung. Ein Altimeter fehlt ebenfalls beim technischen Grundgerüst. Wird auf höchste Präzision Wert gelegt, könnten diese Makel durchaus stören.

Technische Spielereien und gute App bringen Pluspunkte

Ein ständig wachsendes Arsenal an Apps und Ausbaumöglichkeiten ist bei dem Tracker nicht zu finden. Wohl aber eine brauchbare Grundausrüstung für die gängigsten Smart-Notifications wie eingehende Anrufe, Whats App mit Schnellantworten, Kalendereinträge und die Möglichkeit, direkt vom Handgelenk aus die Musikwiedergabe zu kontrollieren. All diese Zusatzeinstellungen werden über die Sync-App organisiert. Die Möglichkeit der Anrufannahme ist nicht nur als nette Dreingabe zu betrachten. Tatsächlich fungiert das Gerät selbst als erweitertes Sprachrohr des Smartphones und kann dank Lautsprecher und Mikrofon direkt für Gespräche genutzt werden. Sogar Sprachbefehle nimmt das Gerät entgegen und lässt so bestimmte Informationen ohne eine Fingerbewegung in Erfahrung bringen.

Bei den Systemanforderungen ergibt sich ein recht einseitiges Bild. Android 4.4 gilt als Mindestvoraussetzung. Unterstützung andere Smartphone-Systeme ist bei diesem Tracker nicht vorgesehen. Dafür dürfen sich Android-Nutzer gleich zwei Apps installieren: Lifelog präsentiert und sammelt Daten und SmartBand Talk dient zur Konfiguration des Armbandes. Die Synchronisation ans Smartphone erfolgt über Bluetooth, aber auch NFC steht zur Wahl bereit. Lifelog selbst besticht mit einem sehr klaren und logischem Aufbau, was perfekt mit dem optischen Auftritt des Fitness Trackers zusammenpasst. Alle aufgelesenen Daten sind hier kompakt zugegen. Ein paar Nebenschauplätze wie Musiklaufzeit, geschossene Bilder, Videos, Spiele und Browser-Nutzung gibt es auch zu bewundern. Individuelle Tagesziele dürfen Anwender per Hand einfach auf ihre Bedürfnisse zuschneiden. Leider spart das System mit weiteren Anreizen. Interessante Querverweise mit Unterhaltungscharakter, die mehr Motivation für Fitness bedeuten, fehlen – schade.

Vorteile und Nachteile vom Smartband Talk SWR 30

Vorteile:

  • E-Ink Display
  • Touch Funktion
  • Smart-Notifications
  • Bluetooth & NFC
  • 3 Tage Laufzeit
  • Wasserdicht bis 1,5 Meter
  • Vibrationsalarm
  • 24 Gramm leicht
  • Armbänder wechselbar

Nachteile:

  • Kein GPS
  • Keine Pulsmessung
  • Kein Umgebungslichtsensor
  • Nur für Android

Weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):

Fazit vom Smartband Talk SWR30

Das Sony SmartBand Talk SWR30 sorgt für gemischte Gefühle. Einerseits schmeichelt die elegante Optik und die gelungene App-Anbindung. Andererseits scheinen die Grundfunktionen mit diversen Kinderkrankheiten behaftet und nicht immer korrekt ihren Dienst auszuführen. Dafür bietet das Wearable eine Menge zusätzlicher Eigenschaften und agiert sogar als verlängerter Arm des Smartphones.

Sony präsentiert hier einen äußerst smarten Kompagnon, der trotz mancher Fehler Freude und Spaß an etwas mehr Aktivität und Fitness bescheren kann. Zu den Schattenseiten gehören neben diverser Messungenauigkeiten, die verkürzte Akkulaufzeit gegenüber dem Vorläufer und die Leserlichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen.

Sony Smartband Talk SWR30
104 Bewertungen
Sony Smartband Talk SWR30
  • Lifelog-App für ein aktiveres Leben: Die Erlebnisse des Tages werden übersichtlich dokumentiert - egal ob Fotos, Wegstrecken, Musik, Schritte u.v.m.
  • Bequemes Call-Handling direkt vom Handgelenk aus - der SWR30 vibriert beim eingehenden Anruf und verfügt über ein integriertes Mikrofon und Lautsprecher
  • Design - der SWR30 hat intuitive Steuerungstechnologie, Spracheingabe und -ausgabe; navigiere benutzerfreundliche Menus und Funktionen durch leichtes Antippen
  • Wasserdicht nach IP68 und kompatibel mit Smartphones ab Android 4.4, der Tracker hat auch eine Akkulaufzeit von bis zu 3 Tage
  • Einfacher Stilwechsel - Das SmartBand Talk ist ein innovativer Aktivitätstracker mit austauschbarem Armband (Ersatzbänder nicht im Lieferumfang)