TomTom Touch


TomTom gehört zu den etablierten Anbietern von Sportuhren. Nun betritt der Hersteller auch die lukrative Bühne der Fitness-Tracker und präsentiert ein solides Produkt, das mit einer besonderen Eigenart sich von seinen Nebenbuhlern auf dem Markt abzuheben versucht. Das Gerät wirbt mit der Messung des Fettanteils im Körper, was eine genauere Aussage über den Status der eigenen Fitness zulassen soll.

 

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TomTom Touch im Test

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TomTom Touch
67 Bewertungen
TomTom Touch
  • Körperanalyse: Messung von Körperfett und Muskelmasse in Prozent - direkt am Handgelenk. Analysieren Sie Ihre Werte in der App und verfolgen Sie Ihren Fortschritt
  • Mit eingebautem Herzfrequenzmesser: Fitness ist eine Herzensangelegenheit. Wie fit Sie wirklich sind, wissen Sie, wenn Sie Ihre Herzfrequenz rund um die Uhr überwachen
  • 24/7 Aktivitäts-Tracking: Erfassen Sie Schritte, aktive Zeit, verbrannte Kalorien, Herzfrequenz und Schlafdauer. Rund um die Uhr dank 24/7 Aktivitäts-Tracking
  • Sportmodus: Einfach variieren und die Workouts aufzeichnen. Sie sehen die Intensität Ihres Morgenspaziergangs im Vergleich zur Joggingrunde gestern Abend und zum Trainingscamp von letzter Woche
  • Lieferumfang: TomTom Touch Aktivitäts-Tracking (Größe S: 121-175 mm), Ladekabel, Benutzerhandbuch und Rechtliche Beilage

Design und Handhabung

Nach erster Betrachtung wirkt das Gehäuse des TomTom Touch etwas klobig, punktet gleichzeitig aber mit einem sehr einfachem Design. Modisch hinterlässt es einen eher dezenten, unauffälligen und damit mehr funktionalen Eindruck. Wasserspritzer können nicht eindringen, was den Einsatz bei Regenwetter ermöglicht. Nach der IPX7-Zertifizierung ist der Sprung ins kühle Nass jedoch weniger ratsam.

Wie der Produktname es schon andeutet, besitzt dieser Fitness Tracker einen Touchscreen, der allerdings nicht permanent aktiv ist und per Knopfdruck erst seine Informationen an den Anwender preisgibt. Zunächst wird der Hauptbildschirm mit Uhrzeit und täglichen Zielen angezeigt. Touch-Bewegung nach oben oder unten machen andere Bereiche zugänglich wie Kalorienstatus, Schritte, Distanzen, Schlafüberwachung, Herzrate und das neue Feature, die Körperfettmessung. Der besagte Knopf ist unübersehbar unterhalb des Bildschirms angelegt und dank ergonomischer Form äußerst angenehm in der Bedienung. Manchmal wirkt die Touch-Bedienung allerdings etwas störrisch und erfordert einen zweiten, sehr gezielten Kontakt.

Allgemein setzt TomTom auf Standards bei der Materialwahl: Das Armband des Trackers besteht aus Silikon und verfügt mittig über eine Aussparung, in der die Touch-Einheit eingespannt wird. Bei Beschädigung oder feinen Rissen sind die Straps also ohne große Kosten leicht auswechselbar. Der Verschluss funktioniert mittels zwei Noppen, die in die vorgesehenen Spalten gedrückt werden. Dies ist ausreichend, um einen angemessenen Halt im Betrieb am Handgelenk zu gewährleisten.

Von der Bildauflösung her sind keine Wunder zu erwarten, aber dank OLED-Technologie liefert die monochrome Darstellung in allen Situationen eine gute Performance in Sachen Leserlichkeit ab. Auf der Rückseite des Bandes sitzen die Sensoren zur optischen Pulsanalyse und Messung des Fettanteils unter der Haut.

Löblich: Als Ladeschnittstelle verbaut der Hersteller einen einfachen micro-USB-Port, was die Flexibilität beim Aufladen gegenüber einzigartigen Lösungen mancher Konkurrenten stark erhöht. Die Akkulaufzeit ist auf einem noch praxistauglichen Niveau und hält ungefähr 3 Tage in Folge durch. Ein Indikator für den Akkustand fehlt allerdings, was wie eine vertane Chance angesichts der Einbindung eines Displays wirkt. Erhältlich ist der Tracker zum Zeitpunkt des Tracker Tests in den Größen S (121-175 mm) und L (143-206 mm) und mit Schwarz, Hellblau, Dunkelblau und Rot in vier verschiedenen Armbandvarianten.

Fettmessung und Herzanalyse mit leichten Kinderkrankheiten

Mit GPS-Fähigkeiten kann der Fitness Tracker im Tracker Test nicht aufwarten. Wird diese Funktion gewünscht, bleibt nur der Griff zu Alternativen mit Smartphone-Koppelung oder integriertem GPS. Die Analyse der Herzaktivität ist dafür gut gelungen. Das Sportarmband berücksichtigt den täglichen Ruhepuls, kann aber per manueller Einstellung auch den Puls während einer Übung auswerten.

Die Durchschnittswerte sind später nach Abgleich per App in Form eines Graphen nach Tagen und Wochen übersichtlich einsehbar. Im praktischen Gebrauch gibt es aber Besserungsbedarf. So benötigt die Auslesung des Pulses in Echtzeit etwa 5 Sekunden. Kurz im Anschluss deaktiviert sich die Anzeige auch schon, um Strom zu sparen, was bei ungünstigem Timing sehr schnell zum Ärgernis werden kann. Ein ähnliches Erlebnis ist auch bei dem Unique-Feature Körperfettmessung zu beobachten. Hier wandern kleine, elektrische Signale durch den Körper. Einfaches Auflegen der Fingerspitze auf den dafür vorgesehenen, silbernen Kreis des Armbandes genügt. Anhand des Widerstandes lassen sich Muskelmasse und Fettanteil erkennen. Insgesamt 10 Sekunden dauert der Prozess an, der leider derzeit nicht selten fehlschlägt. Ein Firmware-Update kann möglicherweise hier die Zuverlässigkeit nachträglich erhöhen.

Das Display wird zudem nicht zur Wiedergabe der Resultate herangezogen, nur via App ist die Einsicht in die Ergebnisse möglich. Trotzdem: Momentan ist dies ein interessantes Alleinstellungsmerkmal in dem angesiedelten Preisbereich zwischen 100 und 150 Euro. TomTom bemüht sich also, Interessenten die Nutzung ihres Fitness-Tracker schmackhaft zu machen. Gleichzeitig lässt das Gerät jedoch im Trackertest in anderen Kategorien unnötig Federn und fällt hinter Mitbewerbern klar zurück. Eine echte Qualitätsprüfung des Schlafes findet zum Beispiel nicht statt. Lediglich die Dauer der gesamten Nachtruhe wird registriert. REM-Zeiten oder Unruhephasen fallen somit in der Statistik schlicht unter den Tisch. Darüber hinaus misst der Fitness-Tracker Kalorienverbrauch, Schritte und zurückgelegte Distanzen – Standardkost.

Stolpersteine in App-Software sorgen für Motivationsdämpfer

Auch beim Software-Update gesellen sich nervige Restriktionen hinzu. Via Smartphone gelingt dieses erst gar nicht, eine direkte Verbindung mit dem PC ist zwingend erforderlich. Ebenso fallen die Synchronisationszeiten mit Mobilgeräten erstaunlich lange aus. TomTom tauft seine hauseigene App MySports und tritt damit in direkte Konkurrenz mit der Fitbit-App oder Garmins Connect IQ.

Die Umgebung des GUI wirkt sauber und aufgeräumt – zu aufgeräumt. Motivierende Darbietung der gewonnenen Information funktioniert anders. Das machen andere Hersteller im Vergleich spürbar besser. Zwar lassen sich individuelle Ziele für Körperfettanteil oder sportliche Meilensteine festlegen, aber automatische Belohnungen, die Karotte vor der Nase, gibt es nicht. Wettbewerbe über gleiche Streckenabschnitte sind zum Beispiel nicht möglich, was den sozialen Faktor mit einer motivierenden Community etwas untergräbt.

Immerhin dürfen Nutzer ihre Errungenschaften mit Freunden teilen. Auch Rückschlüsse durch intensivere Splittung in Details fallen hier schwerer im Vergleich zu Mitbewerben wie Fitbit oder Garmin. Teilweise fehlt es an notwendigem Kontext und Interaktionsmöglichkeiten. Die reine Wiedergabe eines Messwertes alleine bringt im Tracker Test relativ wenig Spannung mit sich. Die App selbst bietet eine gute Grundkompatibilität mit gängigen Systemen an. Darunter fallen auch iOS (Vers. 8 und höher) und Android-Systeme, wobei Android-Nutzer zunächst die Funktionalität der MySports-App überprüfen sollten. Nicht alle Android-Geräte sind ab Android 4.4 mit der App des Fitness Trackers nutzbar. Die immer weiter um sich greifende Funktion für Smart-Notifications ist auch hier zumindest rudimentär integriert. Auf eingehende Anrufe und SMS werden problemlos Nutzer mit Hilfe des Bildschirms hingewiesen. Schade: Eine Weckfunktion für die Uhr oder gar ein Inaktivitätsalarm fehlen im Tracker Test derzeit gänzlich.

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Vorteile und Nachteile vom TomTom Touch

Vorteile:

  • Pulsmessung
  • Einfache Bedienung
  • Touch Display
  • Körperfettmessung
  • Armband austauschbar
  • Smart Notifications
  • Spritzwassergeschützt
  • Micro-USB Port

Nachteile:

  • GPS nur übers Smartphone
  • Software verbesserungswürdig (Updates abwarten)
  • Updates bisher nur über PC/Mac
  • Keine richtiges Schlaftracking

Fazit vom TomTom Touch

Die statistische Auswertung der Daten ist zwar einigermaßen gut gelöst, aber in der Praxis wirkt die Einbindung des Display etwas verunglückt. Zudem haben Nutzer derzeit immer wieder mit zeitlichen Rückschlägen bei der angepriesenen Messung des Körperfettanteils zu rechnen. Die Fähigkeiten sind vorhanden, nur die Umsetzung sorgt teils für einen etwas faden Beigeschmack.

Dies trifft auch im größeren Maßstab auf die Software zu, die in puncto Stabilität etwas mehr Rückgrat verkraften könnte. Die gute Nachricht: Keine dieser kleinen Baustellen dürfte auf ewig in Stein gemeißelt sein. Ganz im Gegenteil zeigt sich der Hersteller sehr bemüht, an seiner Software zu feilen und stellt zukünftige Updates mit einer intensiven Überarbeitung der Sport-App für das Frühjahr 2017 in Aussicht.

Als Alltagsbegleiter für den Ausbau der eigenen Fitness ist der Fitness Tracker momentan ein solider Begleiter, tritt aber nicht überragend aus der Masse hervor. Die Genauigkeit der Messungen liegen in einem akzeptablen Rahmen.

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TomTom Touch
67 Bewertungen
TomTom Touch
  • Körperanalyse: Messung von Körperfett und Muskelmasse in Prozent - direkt am Handgelenk. Analysieren Sie Ihre Werte in der App und verfolgen Sie Ihren Fortschritt
  • Mit eingebautem Herzfrequenzmesser: Fitness ist eine Herzensangelegenheit. Wie fit Sie wirklich sind, wissen Sie, wenn Sie Ihre Herzfrequenz rund um die Uhr überwachen
  • 24/7 Aktivitäts-Tracking: Erfassen Sie Schritte, aktive Zeit, verbrannte Kalorien, Herzfrequenz und Schlafdauer. Rund um die Uhr dank 24/7 Aktivitäts-Tracking
  • Sportmodus: Einfach variieren und die Workouts aufzeichnen. Sie sehen die Intensität Ihres Morgenspaziergangs im Vergleich zur Joggingrunde gestern Abend und zum Trainingscamp von letzter Woche
  • Lieferumfang: TomTom Touch Aktivitäts-Tracking (Größe S: 121-175 mm), Ladekabel, Benutzerhandbuch und Rechtliche Beilage